Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Markus Reiterberger exklusiv: «Michael van der Mark pusht BMW zusätzlich»

Nach dem bitteren Titelverlust 2025 blickt BMW-Pilot Markus Reiterberger optimistisch auf die EWC 2026 – und sieht das Werksteam mit der Nummer 37 besser gerüstet denn je.

Werbung

Werbung

Der Saisonstart der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 steht unmittelbar bevor: Am Wochenende fällt beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans der Startschuss in eine neue Saison. Für BMW und Werkspilot Markus Reiterberger ist es der nächste Anlauf auf den Titel – nach einem der dramatischsten Finals der vergangenen Jahre.

Werbung

Werbung

Beim Bol d’Or 2025 schien der WM-Triumph bereits zum Greifen nah, ehe eine halbe Stunde vor Rennende der Motor der BMW M1000RR spektakulär den Dienst quittierte. Ein Rückschlag, der bis heute nachwirkt – und zugleich zusätzliche Motivation liefert.

Die Erinnerungen an 2025 als zusätzlicher Antrieb

«Es war sehr, sehr hart – vielleicht das härteste Ereignis in meiner ganzen Karriere», erinnerte sich Reiterberger im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ich habe es eigentlich verarbeitet, doch dann sieht man auf Instagram ein Video und denkt sich erneut: 'Das kann doch nicht wahr sein!' Der Titel war zum greifen nah. Das kommt natürlich immer wieder hoch.»

Besonders der emotionale Moment im Team habe ihn geprägt: «Mir tat es für das ganze Team leid, für unsere ganzen Leute, die sich den Arsch aufgerissen haben. Die haben mir noch mehr leid getan, auch wenn es für mich selbst ebenfalls schlimm war. Es war nicht schön, die Jungs weinen zu sehen. Das hat mich ganz schön mitgenommen, doch ich habe es verkraftet.»

Werbung

Werbung

Über den Winter hat BMW die logischen Schlüsse gezogen und gezielt nachgelegt. Neben technischen Weiterentwicklungen wurde auch das Fahreraufgebot angepasst: Sylvain Guintoli wechselte innerhalb des BMW-Programms ins AutoRace Ube Team, während Superbike-WM-Star Michael van der Mark neu zur Langstreckenmannschaft stieß.

Van der Mark legt die Messlatte höher

Reiterberger sieht BMW gut gerüstet: «Über den Winter haben wir intensiv weitergearbeitet. Das Team hat die nächsten Stufen gezündet. Wir haben mit Van der Mark einen sehr starken Fahrer aus der Superbike-WM, der die Messlatte höher legt. Er pusht uns zusätzlich. Zudem gibt es neue Teile. Die Fehler von 2025 werden wir ausmerzen.»

Auch im Kräfteverhältnis innerhalb der EWC erwartet der Bayer eine ausgeglichenere Ausgangslage. Mittlerweile setzen alle Topteams auf Bridgestone. «Gut ist, dass die Spitzenteams jetzt alle den gleichen Reifenhersteller haben und somit die Chancen gleich sind», erklärt er. Gleichzeitig verweist Reiterberger auf die starke Performance seines Teams in der vergangenen Saison – trotz Rückschlägen: «Wir waren in Le Mans vorne dabei bis zum Sturz, in Spa waren wir auch bei allen Bedingungen schnell, in Suzuka hatten wir einen Sturz und waren dennoch stark und in Le Castellet auch.»

Werbung

Werbung

Als Schlüssel für den Erfolg nennt er vor allem Konstanz: «Wo unsere Vorteile und Nachteile liegen, ist in der Langstrecke nicht so einfach zu sagen. Die Stürze haben uns zurückgeworfen. Das war nicht gut. Als Vorteil würde ich unseren Verbrauch in Kombination zur Leistung bezeichnen. Für 2026 gilt es, die Stürze und die technischen Probleme zu vermeiden und dann sind wir stark aufgestellt.»

Ein weiterer Trumpf ist die enge Verzahnung mit dem Superbike-WM-Projekt von BMW. «Die Verbindung zwischen dem Testteam für die Superbike-WM und dem EWC-Rennteam ist sehr direkt, weil es viele personelle Überschneidungen in den Teams gibt. Die Motorräder sind sich ähnlich, aber andererseits doch wieder anders. Die Unterschiede zwischen den Pirelli-Reifen und den Bridgestone-Reifen sind groß, aber man kann sich umstellen.»

Reiterberger sieht Yamaha und Suzuki als größte Gegner an

Im Kampf um den Titel hat Reiterberger vor allem zwei Teams im Blick: «YART und SERT waren in den letzten Jahren die stärksten Gegner. Honda und Kawasaki sollte man nicht unterschätzen, doch ich stufe YART und SERT etwas höher ein.»

Werbung

Werbung

Innerhalb der eigenen Mannschaft stimmt ihn vor allem die Harmonie optimistisch – auch wenn der Abgang von Guintoli eine Lücke hinterlässt: «Das Zusammenspiel passt gut, wie haben bereits in Suzuka zusammengearbeitet. Wir kennen uns schon lange, das passt gut. Van der Mark wird das Team noch ein bisschen aufwerten. Andererseits tut es mir leid, dass Sylvain nicht mehr dabei ist. Wir haben menschlich und fahrerisch sehr gut zusammengepasst. Er war der Teamleader und sauschnell für sein Alter. Brutal! Ich wünsche mir, dass wir weiterhin gut mit ihm zusammenarbeiten, auch wenn er für ein anderes Team fährt.»

Nach dem bitteren Ende von 2025 ist die Marschroute für BMW klar: Fehler vermeiden, die eigene Stärke ausspielen – und den Titel diesmal ins Ziel bringen, wenn die EWC 2026 im September auf die Zielgerade biegt.

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.