Das Gericht hat Autohauschef Christian Weise wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
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Bis zum Barcelona-GP 2015 war der Chemnitzer Autohausbesitzer Christian Weise Co-Sponsor des Racing Teams Germany in der Moto3-WM. Jetzt wurde er verurteilt.
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Bereits im Mai 2015 geriet Weises Firma in die Schlagzeilen, von Betrug und ähnlichen Delikten war die Rede. Jetzt berichtet die Freie Presse: Weise wurde wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 14 Fällen sowie Veruntreuung von Arbeitsentgelt in sechs Fällen vom Amtsgericht schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.
Die Strafe für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, dafür muss Weise 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit verrichten – innerhalb von sechs Monaten. Über das Strafmaß hatten sich das Gericht, die Staatsanwältin und Weises Verteidiger nach Abschluss der Beweisaufnahme geeinigt.
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Die Staatsanwaltschaft warf dem 48-jährigen Weise 22 Betrugsfälle vor; er soll Banken und Kunden des Autohauses um insgesamt 324.000 Euro geprellt haben. Acht der Käufer stammten jedoch aus Osteuropa und waren aus Kostengründen nicht als Zeugen geladen, deshalb zog die Staatsanwältin den Betrugsvorwurf in diesen Fällen zurück.
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Der Gesamtschaden beläuft sich trotzdem auf rund 100.000 Euro. Für die Verhandlung mussten Kunden und Bankmitarbeiter für Zeugenaussagen mehrmals aus Hamburg und Düsseldorf anreisen.
Bei einem Gerichtstermin war Weise nämlich unentschuldigt ferngeblieben, worauf er vor dem nächsten Termin über Nacht in polizeilichen Gewahrsam genommen wurde. Weise kaufte bundesweit Gebrauchtwagen und finanzierte sie über Bankkredite. Nach dem Verkauf hätte er den Banken das Geld zurückerstatten müssen und im Gegenzug die Fahrzeugpapiere erhalten. Nach Ansicht der Staatsanwältin war das Autohaus spätestens seit November 2014 zahlungsunfähig. Weise zahlte aber einfach kein Geld mehr an die Banken zurück und verscherbelte die Fahrzeuge unbekümmert bis Mai 2015 weiter – allerdings ohne Papiere. Denn diese lagen ja bei den Banken.
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Im Mai 2015 flog der Schwindel auf, die Geldgeber stellten die Autos sicher. Kunden, die ihre Fahrzeuge ohne Papiere gekauft hatten, mussten zusätzlich vierstellige Ablösesummen für die Fahrzeugpapiere zahlen. Betrüger Weise legte ein Geständnis ab – und versprach Wiedergutmachung.
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