Mit Gesamtrang 6 konnte HRC-Star Tim Gajser zwar aus sportlicher Sicht nicht zufrieden sein, dass er aber alle 5 teilweise heftigen Stürze in Mantova glimpflich wegsteckte, grenzt an ein kleines Wunder.
Welche Schreckens-Szenarien wir über die neue Formel 1 alle gehört hatten. Stattdessen haben wir in Australien einen unterhaltsamen Grand Prix erlebt. Wo stehen wir mit diesen neuen Rennwagen?
Weiterlesen
Werbung
Das rituelle Stoßgebet, das HRC-Pilot Tim Gajser vor dem Start eines jeden Grand-Prix zelebriert, scheint bei der Anzahl seiner Abflüge absolut unerlässlich zu sein.
Werbung
Werbung
Im Schlamm von Mantova war der Slowene längst nicht der einzige Pilot, der ungewollt eine Probe des nassen Sandes nahm. Allein im ersten Lauf stürzte er bereits am Ende der Startgeraden und flog danach noch drei (!) weitere Male innerhalb eines einzigen Rennens ab. Bei seiner Aufholjagd vom Ende des Feldes kollidierte er mit dem Russen Brylyakov noch während der Flugphase eines Sprungs und schlug heftig auf den Boden auf. Auch wenn seine Honda danach völlig verbogen war, kämpfte der tapfere Slowene weiter und stürzte weiter, während Routinier Cairoli an der Spitze das Geschehen kontrollierte und souverän gewann. Gajser rettete auf Platz 10, was in dieser Situation noch zu retten war.
Im zweiten Lauf hielt sich Gajser etwas zurück, fuhr kontrollierter und weniger aggressiv. Und er legte die schnellste Rennrunde des Tages hin. Aber auch das nutzte nichts, als er nach mäßigem Start keinen Weg an Glenn Coldenhoff (KTM) vorbei fand und zum fünften Male an diesem Tage zu Boden ging.
Werbung
Werbung
"Danach warf ich meine Brille weg, aber das verbesserte meine Lage natürlich nicht", erklärte der Slowene. "Es war kein guter Tag", grübelte er, "aber so ist eben Motocross. Es kann jederzeit etwas passieren."
Welche Schreckens-Szenarien wir über die neue Formel 1 alle gehört hatten. Stattdessen haben wir in Australien einen unterhaltsamen Grand Prix erlebt. Wo stehen wir mit diesen neuen Rennwagen?
Weiterlesen
Immerhin grenzt es schon an ein Wunder, dass Gajser diese 5 Stürze schadlos überstanden hat. Seine Schutzengel sind im Dauereinsatz. Hoffentlich sind sie auch bei guter Kondition. In der WM ist Gajsers Rückstand auf WM-Leader Cairoli nach der 5. WM-Runde auf 40 Punkte angewachsen.
Natürlich weiß Cairoli, dass in der WM bei noch mehr als zwei Dritteln zu fahrender Rennen weiterhin alles offen ist, aber sein Vorsprung dürfte ihm das nötige Selbstvertrauen für den bevorstehenden WM-Lauf in Portugal geben. Und Gajser: "Ich bin trotz des Rückschlages voll motiviert und will weiter gewinnen."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.