Philipp Öttl zeigt starke Aufholjagd: Trotz Vibrationen in die Top-6
Philipp Öttl fährt bei der Supersport-WM in Ungarn von Startplatz 10 auf Rang 6. Der Ducati-Pilot überzeugt mit hohem Renntempo, kämpft aber mit Vibrationen – für Lauf 2 sieht er dennoch Potenzial.
Philipp Öttl erlebte
Dabei überzeugte Öttl mit Rundenzeiten auf Topniveau, die ihn phasenweise auf Augenhöhe mit der Spitze agieren ließen. Der Grundstein für das gute Resultat wurde bereits in der Anfangsphase gelegt. «Es war sauwichtig, gut durch die beiden ersten Kurven zu kommen. Das musste ich im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren. Bei Masia konnte man sehen, dass schnell etwas passiert, wenn man weiter hinten steht», erklärte der Ducati-Pilot rückblickend auf die Startphase. Markenkollege Masia, der als WM-Führender nach Ungarn reiste, wurde bereits in Kurve 2 aus dem Rennen gerissen.
Öttls Team fand bisher keine Lösung für die Vibrationen
Trotz der starken Performance blieb Öttl nicht von Problemen verschont. Vor allem Vibrationen stellten ihn und sein Team vor Herausforderungen. «Wir haben heute das Maximum herausgeholt. Ich hatte einige Probleme mit Vibrationen, was von der Kupplung kommt. Hier wird sehr hart gebremst, auch mit der Hinterradbremse. Mein Fahrstil kreiert am Kurveneingang diese Vibrationen. Das hat dann auch einen Einfluss aufs Vorderrad», schilderte der 29-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Ungarn.
Verschiedene Lösungsansätze brachten bislang nicht den gewünschten Erfolg: «Wir haben ein paar Dinge probiert, doch wir bekommen es nicht richtig weg. Morgen werden wir einen anderen Weg einschlagen und hoffen, dass wir es lösen. Dann sollten wir einen Schritt machen, denn es fehlt nicht viel.»
Im Vergleich zum Vortag sah der Deutsche dennoch eine klare Steigerung: «Gestern war beides nicht bei 100 Prozent – also Fahrer und Motorrad. Heute bin ich besser gefahren. Ich bin konstanter gefahren. Das Motorrad ist hier in gewissen Phasen schwierig zu fahren. Das ist hier aber auch eine spezielle Strecke. Es ist nicht wie in Assen, wo es super flüssig ist. Man kann hier nicht zu einer bewährten Abstimmung zurückkehren, weil es spezielle Ecken gibt.»
Bessere Ausgangslage am Sonntag
Für das zweite Rennen am Sonntag verschafft sich Öttl mit Startplatz 9 eine bessere Ausgangslage. «Ich stehe eine Reihe weiter vorn als heute und zudem auf der Innenseite. Das sollte helfen. Eine Reihe weiter vorne ist immer gut. Der Fokus liegt auf dem Warm-up. Wir müssen versuchen, das Problem mit den Vibrationen zu lösen», betonte er mit Blick auf Lauf 2.
Im Kräftevergleich der Hersteller sieht Öttl aktuell ein enges Feld ohne klare Dominanz. «Das Feld ist momentan sehr ausgeglichen. Es ist keine Ducati-Paradestrecke. Die Beschleunigung ist bei uns eher mittel. Wir haben Stärken im fünften und sechsten Gang, da geht bei uns was vorwärts. Jedes Motorrad hat seine Vorteile und Nachteile.»
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