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Argentinien vor Staatspleite: MotoGP höchst fraglich
Der argentinische Staat hat 323 Milliarden US-Dollar Schulden und steht wieder einmal vor dem Bankrott. Nicht nur deshalb wird in Termas de Río Hondo 2020 voraussichtlich kein MotoGP-Event stattfinden.
MotoGP
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Die Dorna hat die MotoGP-Events von Doha, Buri Ram, Austin, Termas de Río Hondo, Jerez, Le Mans, Barcelona-Catalunya verschoben und die Grand Prix auf dem Sachsenring, in Assen und auf dem KymiRing im Einvernehmen mit den lokalen Veranstaltern wegen der Covid-19-Seuche3 ersatzlos gestrichen. Seit Wochen Dorna tüftelt der Krisenstab aus Dorna und IRTA an einem neuen Kalender, die Termine der ersten Rennen sind bereits durchgesickert. Die Teams rechnen damit, dass in diesem Jahr noch zehn Grand Prix in Europa abgewickelt werden.
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Die provisorischen Termine für Juli und August: 19. Juli: Jerez 1 26. Juli: Jerez 2 9. August: Brünn 16. August: Spielberg 1 23. August: Spielberg 2 Wie es nachher weitergeht, soll im Juni verlautbart werden.
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Der Silverstone-GP (geplant für 30. August) ist sehr fraglich. Misano, Aragón, Catalunya und Valencia hingegen sollen stattfinden. Le Mans hofft auf einen Kalender-Platz im Oktober.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Ende November und Anfang Dezember könnte noch in Thailand und Malaysia gefahren werden, wenn bis dahin dort Zuschauer erlaubt werden. Sonst lohnen sich diese Events für die Dorna nicht.
Wegen der in den USA immer noch heftig verbreiteten Panademie wird Texas im Herbst kaum zu machen sein. Damit wird aller Voraussicht nach aus der Grand Prix in Argentinien hinfällig. Denn der Vertrag zwischen dem Promoter auf dem Autódromo Termas de Río Honda und der Dorna wurde mit den Politikern der Provinz Santiago del Estero abgeschlossen, die das entlegene Thermengebiet (1150 km von Buenos Aires entfernt) touristisch weltweit bekannt machen wollen.
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Doch Argentinien ist zwar von der Pandemie mit bisher 445 Toten nur mäßig betroffen, aber das Land ringt mit der Staatspleite: Schulden in Milliardenhöhe, eine der weltweit höchsten Inflationsraten, steigende Arbeitslosigkeit, eine um sich greifende Armut und dazu noch die Coronavirus-Pandemie – Argentinien kämpft um Auswege aus mehreren Krisen. In wenigen Tagen läuft die Frist für die Rückzahlung der Schulden an private Gläubiger ab. Wird bis dahin keine Lösung gefunden, droht der Staatsbankrott – wieder einmal. Die Frist im Streit über einen 65 Milliarden Dollar hohen Kredit zwischen Argentinien und seinen Gläubigern wurde bereits mehrmals verlängert. Bis Ende Mai haben die beiden Parteien Zeit, eine neue Lösung der Schuldenfrage zu finden. Die Regierung der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas muss entscheiden, ob sie die fälligen Zinsen auf ihre Schuldtitel in der Höhe von 500 Millionen Dollar bezahlt – oder die Zahlungsunfähigkeit erklärt. Sollte keine Einigung gelingen, steuert Argentinien auf den neunten Zahlungsausfall in der Geschichte des Landes zu. Präsident Alberto Fernandez will die Pleite durch eine Umschuldung und eine Restrukturierung der Kredite verhindern. Die Offerte sieht einen Schuldenschnitt und einen Zahlungsaufschub bis 2023 vor. Demnach sollen die Zinszahlungen auf die Anleihen in den Jahren 2020 bis 2022 komplett ausgesetzt und dann schrittweise wieder angehoben werden. Die Zinszahlungen sollen zudem um etwa zwei Drittel (rund 40 Mrd. US-Dollar) gesenkt, die Schuldenlast selbst um 3,6 Milliarden Dollar oder 5,4 Prozent gekürzt werden.
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Argentinien war bereits 2001 in die Staatspleite gerutscht, weil es seine Schulden nicht mehr bedient hatte. Bis heute hat sich Argentinien nicht komplett von den Folgen der damaligen Krise erholt. Bisher haben sich nur wenige Gläubiger auf das Angebot eingelassen, bei dem sie auf 40 Milliarden US-Dollar verzichten müssten. Der IWF hat Argentinien den größten Kredit in seiner Geschichte gewährt: 57 Milliarden US-Dollar, denn das wirtschaftlich schwer angeschlagene Land hat insgesamt 323 Milliarden US-Dollar Schulden (Stand Ende 2019). Angesichts dieser erschütternden Zahlen ist nicht mit dem Zustandekommen eines MotoGP-Events 2020 in Las Termas zu rechnen, schon gar nicht ohne Zuschauer. Für die Teams und die Dorna wäre der Trip nach Südamerika ohnedies nur in Kombination mit Texas lukrativ und sinnvoll. Der restliche GP-Kalender 2020 ist mit Vorsicht zu genießen, weil dauernd die Reisebeschränkungen und sonstige Vorordnungen (Versammlungsverbote usw.) geändert und gelockert werden können. Anderseits können jederzeit bei einer zweiten Welle in manchen Ländern wieder strengere Maßnahmen verhängt werden.
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Fakt ist: Die Übersee-Tournee wird ab 4. Oktober nicht wie geplant stattfinden. Die Events in Japan und Australien stehen wegen der Pandemie auf sehr wackligen Beinen. Der provisorische Motorrad-GP-Kalender 2020 08. März: Doha/Q (ohne MotoGP) 19. Juli: Jerez 1 26. Juli: Jerez 2 9. August: Brünn 16. August: Spielberg 1 23. August: Spielberg 2 13. September: Misano/I 27. September: Aragón/E 04. Oktober: Buriram/TH 18. Oktober: Motegi/J 25. Oktober: Phillip Island/AUS 01. November: Sepang/MAL 15. November: Texas/USA 22. November: Las Termas 29. November: Valencia/E Ohne neues Datum:
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Jerez/E, Le Mans/F, Mugello/I, Barcelona/E, Silverstone/GB Ersatzlos gestrichen: 21. Juni: Sachsenring/D 28. Juni: Assen/NL 12. Juli: KymiRing/FIN
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