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Kosten viel zu hoch: Livio Suppo wünscht sich Moto2-Einheitsbikes
Ex-MotoGP-Manager Livio Suppo spricht über die Zukunft der kleinen WM-Klassen. Der Italtrans-Berater fordert geringere Kosten, weniger Rennen und klare technische Vorgaben statt bloßer Sichtbarkeit.
Moto2
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Die Übernahme der kommerziellen Rechte an der Motorrad-WM durch Liberty Media hat im MotoGP-Fahrerlager hohe Erwartungen geweckt. In den kleinen Klassen Moto2 und Moto3 sind bislang jedoch kaum konkrete Veränderungen zu spüren. Das bestätigt auch Livio Suppo, der im MotoGP-Paddock seit Jahrzehnten als feinsinniger Beobachter gilt und aktuell für das Moto2-Team Italtrans arbeitet. Für ihn steht fest, dass die Zukunft dieser Klassen weniger von zusätzlicher Aufmerksamkeit als von wirtschaftlicher Vernunft abhängt.
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Suppo sieht die größte Herausforderung in den explodierenden Kosten. «Ein grundlegender Fehler besteht darin, sich ausschließlich auf mehr Sichtbarkeit zu konzentrieren. Stattdessen müssen wir Nachhaltigkeit für diese Klassen schaffen», mahnte der Italiener bei GPOne. Zu hohe Kosten: Kalender zu lang, Technik zu teuer Die finanzielle Schieflage sei offensichtlich: «Es ist nicht sinnvoll, dass ein Moto2-Team ein Budget von drei Millionen Euro benötigt und von der IRTA lediglich ein paar Hunderttausend Euro Zuschuss erhält.» Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Marktlage sei das problematisch. «Schon die MotoGP-Teams haben Schwierigkeiten, große Sponsoren zu finden. Als ich anfing, standen in der 125er- und 250er-WM noch Tabakkonzerne und Hersteller hinter den Teams – das ist heute nicht mehr der Fall.»
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Auch die Situation der Fahrer bereitet Suppo Sorgen. Zwar akzeptiert er die vergleichsweise niedrigen Gehälter an der Spitze der Moto2: «Das ist okay, wenn man es als Investition in eine MotoGP-Karriere ansieht.» Kritisch sei jedoch, dass viele Piloten in Moto2 und Moto3 gezwungen seien, eigenes Geld mitzubringen, um überhaupt fahren zu können. «Das Problem ist, dass viele Fahrer aus der Moto2 und Moto3 Geld mitbringen müssen. Es wäre besser, wenn die Ausgaben für Technik und Logistik geringer sind.»
Ein wesentlicher Kostentreiber ist aus seiner Sicht der immer umfangreichere Rennkalender. «Für Moto2 und Moto3 ergibt es keinen Sinn, 22 Rennen pro Jahr zu fahren», stellte Suppo klar. Vor allem die Begleitkosten seien enorm: «Die Logistik – also Reisekosten, Hotelkosten und Ähnliches – belastet das Budget erheblich. Wir sprechen hier von mehr als 700.000 Euro pro Jahr.» Was die neue Ära unter Liberty Media betrifft, hält sich Suppo mit schnellen Urteilen zurück. Bisher habe sich im Alltag der Teams wenig verändert. Seine Einschätzung bringt er mit einem Bild auf den Punkt: «Sie haben sich das Haus gekauft, wohnen aber noch nicht darin.»
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Moto3-Einheitsmotor von Yamaha trifft nicht Suppos Geschmack Mit Blick auf die technischen Weichenstellungen der kommenden Jahre setzt Suppo große Hoffnungen auf eine stärkere Vereinheitlichung. Die Einführung eines Moto3-Einheitsbikes ab 2028 mit Yamaha-Motor bewertet er grundsätzlich positiv, fordert jedoch einen konsequenteren Ansatz. «Ich wünsche mir nicht nur für die Moto3 sondern auch für die Moto2 ein Einheitsmotorrad und nicht nur einen Einheitsmotor. Das ist die einzige Chance, um die Kosten zu reduzieren.» Zudem sieht er darin einen Mehrwert über die WM hinaus: «Diese Motorräder könnte man auch in der Europameisterschaft oder in nationalen Meisterschaften einsetzen, nachdem sie in der Weltmeisterschaft verwendet wurden.» Für die Nachwuchsförderung sei das entscheidend, denn «die Ausbildung junger Fahrer ist schwierig, solange sie mit anderen Motorrädern fahren müssen als in der Weltmeisterschaft». Skeptisch äußert sich Suppo allerdings zur technischen Basis des geplanten Yamaha-Konzepts für die Moto3-WM, das auf dem R7-Motor beruht. «Dieser Motor ist für mich nicht die richtige Wahl», sagte er offen und verweist auf Alternativen: «Ducati verfügt über einen 650-cm³-Einzylindermotor, der bereits in der Serienversion 77 PS leistet. Er ist leichter und kompakter und wäre daher meiner Meinung nach die bessere Wahl für ein Motorrad für Nachwuchsfahrer.» Auch beim Chassis wünscht er sich eine eigenständige Lösung: «Ich hoffe zudem, dass sie nicht das Fahrwerk der R7 verwenden.» Suppo kritisiert unnötigen Wettstreit zwischen Kalex und Boscoscuro Darüber hinaus plädiert Suppo für ein Ende des kostspieligen technischen Wettbewerbs zwischen den aktuellen Fahrwerksherstellern. «Der Wettkampf zwischen Boscoscuro und Kalex ist für den Fan uninteressant», stellte er nüchtern fest. Für die Teams bedeute dieser Konkurrenzkampf vor allem finanzielle Belastung, denn «die Teams müssen Jahr für Jahr sehr viel Geld in Upgrades stecken, obwohl das Material aus dem Vorjahr nach wie vor passend wäre».
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Für Livio Suppo ist die Richtung klar: Wenn Moto2 und Moto3 auch unter Liberty Media ihre Rolle als bezahlbare Talentschmiede behalten sollen, braucht es weniger Rennen, konsequent vereinheitlichte Technik und vor allem eine nachhaltige Kostenstruktur.
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