Champion Marc Marquez (15.) warnt: «Wir müssen sehr vorsichtig sein!»
MotoGP-Champion Marc Marquez und Ducati Lenovo konnten an Tag 2 in Sepang aufgrund des Regens den wichtigsten Teil des Programms nicht abschließen: die Aerodynamik. Die GP26 sei besser, aber…
Am ersten Tag des Sepang-Tests war Marc Marquez nach rund vier Monaten endlich wieder auf seiner Ducati Desmosedici unterwegs. Nach seiner komplizierten Schulterverletzung ging er es langsam an, weshalb er den Vormittag dazu nutzte, wieder in Schwung zu kommen auf dem MotoGP-Bike. Am Nachmittag ging der Weltmeister dann zum Testprogramm über. Am Ende das Tages war MM93 auch wieder der Schnellste, was ihn selbst ein wenig überraschte.
An Tag 2 stand erneut das Testen von neuen Teilen im Vordergrund. Die finale Zeitenjagd fiel buchstäblich ins Wasser – aufgrund des Regens am Nachmittag brachen die meisten Fahrer die Session vorzeitig ab. Der neunfache Champion beendete den Mittwoch auf Rang 15 – auf Joan Mir, der die schnellste Zeit fuhr, hatte er eineinhalb Sekunden Rückstand.
Aufgrund der äußerlichen Bedingungen konnte Ducati Lenovo einen wichtigen Programmpunkt nicht abschließen. «Es wäre für uns ein wichtiger Nachmittag gewesen, denn wir warteten darauf, entscheidende Schritte bei der Aerodynamik zu tätigen. Ich denke, dass dies das Wichtigste bei diesem Test ist, denn alle anderen Dinge beim Bike kannst du während der Saison ändern – und wir starteten mit einer guten Basis vom letzten Jahr», erklärte der 32-Jährige. «Das bedeutet, dass wir morgen Vormittag die Aerodynamik-Tests erledigen müssen. Das hat Priorität und es ist viel wichtiger als schnelle Rundenzeiten. Wir werden hier bei der Aero den ersten Schritt erledigen, die finale Entscheidung, wie wir beim ersten Saisonrennen an den Start gehen, werden wir in Buriram fällen.» Laut Reglement darf Ducati während der Saison nur ein Aero-Update bringen. Der italienische Hersteller muss als gut abwägen, welche Variante er vor dem ersten Grand Prix in Thailand homologieren lässt.
Rennsimulation, falls es die Zeit zulässt
Marquez ist aufgrund seiner erlittenen Schulterverletzung noch nicht bei 100 Prozent, weshalb er an Tag 1 nur kurze Stints mit jeweils zwei oder drei Runden absolvierte. Möchte Marquez am Donnerstag noch eine Rennsimulation durchführen? «Wenn ich die Zeit dafür habe, will ich es versuchen. Ich weiß, dass es mir helfen kann, meine körperliche Verfassung zu verbessern. Darauf liegt aber morgen nicht das Hauptaugenmerk», betonte er.
Kann Marquez nach zwei Testtagen beurteilen, ob die GP26 eine Verbesserung zum 2025er-Motorrad ist? «Ja, in einigen Bereichen spüren wir eine Verbesserung – vor allem auf dieser Strecke hilft uns dies», bestätigte er. «Bei einigen Aspekten müssen wir aber sehr vorsichtig sein, denn das letztjährige Bike hat sehr gut funktioniert. Wir müssen verstehen, welcher Schritt besser für uns ist. Das Gute ist aber, dass du all diese Dinge während der Saison verändern kannst. Es ist aber generell sehr schwer, mit den neuen Teilen in allen Bereichen auf Anhieb besser zu sein. So müssen wir immer noch die Balance des Bikes anpassen. Im Moment haben wir beispielsweise vom ersten Run bis jetzt die Federung noch nicht angerührt, weil ich momentan größere Dinge ausprobiere. Die Details können wir dann im Oktober erledigen, wenn wir hierher zurückkommen – dann werden wir auch einen neuen Asphalt haben.»
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Joan Mir (E)
Honda
1:56,874 min
2.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,109 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,175
4.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,242
5.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,252
6.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,267
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,400
8.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,428
9.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,502
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,676
11.
Luca Marini (I)
Honda
+0,691
12.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,790
13.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,879
14.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,472
15.
Marc Marquez (E)
Ducati
+1,512
16.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,692
17.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,697
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