Während MotoGP-Stammpilot Pecco Bagnaia beim Valencia in erster Linie mit einer neuen Verkleidung experimentierte, wurde Aushilfs-Chauffeur Nicola Bulega von Ducati auch für Messfahrten eingesetzt.
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Wenig überraschend nutzen alle fünf in die MotoGP involvierten Werke den, wenn auch nur eintägigen, MotoGP-Test in Valencia für die Weiterentwicklungen der bestehenden Prototypen. Ein fertiges 2026er-Bike besitzt zwar noch kein Hersteller, doch auch aufgrund der eingefrorenen Motorenentwicklung für Ducati, Aprilia, KTM und Honda sowie des gleichbleibenden Regelwerks wird es unisono um Evolutionen statt um Revolutionen gehen.
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Während bei den MotoGP-Wochenenden das strikte Regelwerk greift, gibt es bei den offiziellen Tests große Freiheiten. Nicht homologierte Teile dürfen verwendet werden. Während viele Blicke auf den sichtbaren Änderungen an den Aerodynamik-Paketen, speziell bei Ducati, Aprilia und KTM hingen, blieb ein Ducati-Experiment weitgehend unbemerkt. Gemeint ist ein unter der Werks-Ducati von Nicolo Bulega angebrachtes Bauteil. Was auch ein kompaktes Kamerasystem sein könnte, dürfte ein Testelement aus der Ducati-Corse-Abteilung "Grundlagenforschung" gewesen sein.
Eine Erklärung für den Körper mit Metallkern: Es handelt sich um eine Sensorbaugruppe zur Erfassung der Luftgeschwindigkeit sowie des Luftdrucks, auch um die Auswirkungen der Aktivierung der Fahrwerkshöhenverstellung besser zu verstehen.
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Wozu genau es dient, bleibt ein Rätsel, und die Teams können bei den Tests nahezu alles ausprobieren – wie beispielsweise das Netz aus Luftstromsensoren, das bei den Tests in Sepang 2024 an der Rückseite einer Aprilia angebracht war.
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Die Versuchsfahrten, die angeblich auch schon bei Bulegas erstem MotoGP-Test in Jerez (vor dem Portugal-GP) durchgeführt wurden, könnten auch dazu dienen, ein im wahrsten Sinne tieferes Verständnis für die Aerodynamik des Motorrads in unterschiedlichen Fahrhöhen zu erreichen. Fakt ist, das auch 2026 eingesetzte Device bekam immer höheren Stellenwert. 2025 wurden die Hecks im Fahrbetrieb stärker abgesenkt als zuvor.
Damit ist auch ein Forschungsfeld zum Mysterium Bagnaia abgesteckt, der in der abgelaufenen Saison bekanntermaßen mit noch unerklärlichen Problemen zu kämpfen hatte. Dass Nicolo Bulega den Kurs in Valencia mit dem neuen Messsystem schneller umrundete als Bagnaia – der Superbike fuhr im Endspurt bis auf Platz 8 – ist jedenfalls nicht auf das Experimental-Bauteil zurückzuführen.
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Ergebnisse MotoGP Valencia-Test (18. November): 1. Raul Fernandez (E), Aprilia, 1:29,373 min 2. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +0,027 sec 3. Alex Marquez (E), Ducati, +0,084 4. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +0,177 5. Pedro Acosta (E), KTM, +0,208 6. Maverick Vinales (E), KTM, +0,247 7. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +0,268 8. Nicolo Bulega (I), Ducati, +0,288 9. Brad Binder (ZA), KTM, +0,338 10. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,358 11. Ai Ogura (J), Aprilia, +0,461 12. Joan Mir (E), Honda, +0,499 13. Johann Zarco (F), Honda, +0,521 14. Luca Marini (I), Honda, +0,543 15. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,554 16. Jorge Martin (E), Aprilia, +0,621 17. Enea Bastianini (I), KTM, +0,918 18. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, +1,294 19. Alex Rins (E), Yamaha, +1,347 20. Jack Miller (AUS), Yamaha, +1,491 21. Diogo Moreira (BR), Honda, +1,824 22. Celestino Vietti (I), Ducati, +3,138
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