Castrol-Honda-Pilot Joan Mir konnte beim MotoGP-Zeittraining in Buriram erstmals seit dem Indien-GP 2023 wieder direkt ins Q2 einziehen. Dabei ließ er auch Markenkollege Johann Zarco hinter sich.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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So schnell kann es gehen: Noch am Donnerstag ließ Joan Mir vor den versammelten Journalisten verlauten, dass er sich zwar auf den Saisonstart freue, er aber nicht allzu optimistisch in dieses Wochenende gehe. Dass er bereits einen Tag später im MotoGP-Zeittraining souverän den direkten Einzug ins Q2 schaffen würde, hatte der Honda-Werkspilot nicht kommen sehen. Etwas überraschend war auch, dass er seinen Markenkollegen und LCR-Pilot Johann Zarco vier Plätze hinter sich lassen konnte.
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Entsprechend glücklich war Mir in der Medienrunde im Anschluss: "Das beutetet uns eine Menge und wir sind sehr glücklich über diesen Auftakt", freute sich der Spanier. "Die Anstrengungen, die wir in den letzten zwei Jahren über uns ergehen lassen mussten, waren hart. Aber wir haben nicht aufgegeben und mehr als alle anderen gearbeitet – selbst als keiner mehr an uns geglaubt hat. Jetzt beginnen wir, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen." Zwar seien die Japaner nach wie vor nicht auf dem Niveau der anderen Hersteller, die RC213V sei noch immer das langsamste Motorrad im Feld. Dennoch: "Unser Bike ist jetzt fahrbar und dadurch können wir pushen. Ich kann jetzt fahren, wie ich es will und das Vorderrad ist dabei nicht mehr so empfindlich. Deshalb kann ich jetzt härter bremsen, schneller in die Kurven reinrollen und dort mehr Geschwindigkeit mitnehmen", erklärte der 27-Jährige. Die Schwachstellen der Honda seien dem Team jedoch bewusst: "Ab dem Kurvenscheitelpunkt bis zum Kurvenausgang verlieren wir nach wie vor Zeit. Und 5 km/h weniger Topspeed zu haben, wenn du vorher schon drei Zehntelsekunden verloren hast, macht es schwierig für uns."
Auch der Antrieb ist nach wie vor eine Baustelle bei der Honda: "Der Motor ist nicht besser als 2024 – und der vom letzten Jahr war schon nicht gut. Das ist im Moment unser größtes Problem", bestätigte Mir. Die Fahrer müssten die Schwachstellen des Bikes weiter durch mehr Risiko wett machen. "Das Motorrad gibt uns Fahrern jetzt mehr Feedback. Aber wir müssen weiterhin viele Risiken eingehen, wahrscheinlich mehr als alle anderen. Aber für heute bin ich glücklich."
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Der Ex-Weltmeister freute sich für das gesamte Team und warf einen Blick zurück: "Ich freue mich auch für mich selbst. Ich war am Anfang meiner Karriere schon erfolgreicher als viele andere Piloten. Sich dann in einer Situation wiederzufinden wie diese, in der wir in den letzten Jahren waren, ist nicht einfach. Aber ich habe alles gegeben und das tue ich weiterhin. Wir geben niemals auf", ist Mir kämpferisch.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Bereits am Samstag im Qualifying können Mir und LCR-Speerspitze Johann Zarco, der als Zehnter des Zeittrainings ebenfalls direkt in Q2 einzog, den Aufwärtstrend von Honda bestätigen.
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