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KTM-Factory-Racing-Teammanager Ajo: «Mehr gelernt als in der Vergangenheit»

Im Rahmen der offiziellen Teampräsentation des MotoGP-Projekts aus Österreich berichtete Aki Ajo ohne Filter von seinem Premierenjahr als Teammanager bei Red Bull KTM Factory Racing.

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Niemand im internationalen Motorrad-Rennsport kann Aki Ajo etwas vormachen. Der Finne ist seit Jahrzehnten eine Säule des Grand-Prix-Fahrerlagers. Als das Mastermind von Ajo Motorsport im Jahr 2024 den zehnten WM-Titel sichergestellt hatte, legte der 57-Jährige einen bemerkenswerten Karrieresprung hin. Ajo wurde für seine großen Verdienste für KTM – der erste Moto3-Titel der Geschichte ging 2012 auf das Konto von Ajo Motorsport und Sandro Cortese – zum Teammanager der MotoGP-Werksmannschaft befördert.

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Dazu laufen seit 2025 alle Fahrerverträge des MotoGP-Projekts der Österreicher bei Aki Ajo zusammen. Auch wenn «sein» Team nur aus Brad Binder und Pedro Acosta besteht, Ajo kümmert sich gleichwertig um alle vier Piloten und verfolgt für KTM Racing das große Gesamtziel, in der zehnten Saison den entscheidenden Schritt in Richtung MotoGP-Titel zu setzen.

Nicht unüblich beginnt auch bei KTM 2026 mit einem Rückblick. In seinem Premierenjahr musste der erfolgreiche Teaminhaber und Teammanger zunächst mehr als einen Rückschlag verdauen. «In jedem Jahr gibt es Raum für Verbesserungen, aber 2025 war doch sehr speziell. Am Ende war das Entscheidende: Wir haben es geschafft, uns weiterzuentwickeln und speziell im späteren Teil der Saison eine deutliche Steigerung geschafft.»

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Ajo über die Realität der MotoGP: «Was wir zuletzt vielleicht mehr als zuvor gelernt haben: Es ist nicht möglich, große Verbesserungen auf einmal zu schaffen. Es geht mehr denn je um die Basis und ein gesundes Verständnis für die vermeintlich einfachen Dinge. Und das haben wir hinbekommen. Nur wenn man die Dinge versteht, dann kommen in Schritten auch die Ergebnisse – und die kamen dann auch. Dazu war es nötig, einiges zu vereinfachen und unsere Kommunikation anzupassen. Dazu braucht es eben auch Geduld, es braucht Zeit, bis sich die Dinge in Richtung Erfolg drehen.»

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Diese Sicht vermittelt Aki Ajo auch seinen Piloten. «Wenn man eine Saison wie 2026 durchmacht, die mit hohen Erwartungen begonnen hatte und sich die Resultate trotzdem nicht einstellen wollen, dann wird es für die Piloten eine mentale Herausforderung. Dann denke ich, muss man etwas zur Handbremse greifen und die Dinge verlangsamen. Und – was ich meinen Fahrern immer sage: Wenn sie in einer solchen Situation sind, dann hilft es nur, die Dinge außerhalb auszublenden und sich voll auf sich selbst zu konzentrieren.»

2026 steht auch für Aki Ajo für eine außergewöhnliche Kampagne. Neben der gewaltigen Mission, die Lücke zur MotoGP-Spitze endgültig zu schließen und einer KTM zum Titel in der Königsklasse zu helfen, steht ein Verhandlungsmarathon bevor. Im Falle von Pedro Acosta geht es darum, das heißspornige Riesentalent weiter in der KTM-Familie zu verankern. Herausfordernd auch das Ziel, Brad Binder wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Für den Südafrikaner, der mit Aki Ajo Moto3-Weltmeister wurde, geht es nach WM-Rang 11 im vergangenen Jahr womöglich noch mehr als um den Status des Werksfahrers.

Von selbst lösen könnte sich dagegen das Thema «Tech3». Unter dem neuen Inhaber Günther Steiner und dem Beginn der neuen MotoGP-Ära 2027 deutet vieles darauf hin, dass Tech3 die Rekrutierung der Athleten in eigene Hände nehmen wird.

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