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Mit Holzbein: So wurde Marco Bezzecchi zum Held der Italiener

Italiens MotoGP-Fans wurden 2025 mit Dominator Marc Marquez und dem hadernden Pecco Bagnaia auf die Probe gestellt. Dank Aprilia-Ass Marco Bezzecchi endete die Saison aber in einem emotionalen Hoch.

Thomas Kuttruf

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Vor einem Jahr hatte sich die Laune im Lager der italienischen MotoGP-Fangemeinde erst einmal deutlich verschlechtert. Dass Doppelweltmeister Pecco Bagnaia den dritten Titel in Serie nach einem harten Duell gegen Jorge Martin – ebenfalls auf Ducati – verloren hatte, war ein noch sanfter Vorbote für das, was kommen sollte.

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Viel heftiger in die Magengrube war vielen Italienern die Ankunft von Marc Marquez gefahren. Und im Werksteam an der Seite von Bagnaia kannte «MM93» dann auch keine Gnade. Je mehr sich der Spanier zur Unschlagbarkeit steigerte, desto schwächer wurde der bis dato erfolgreichste Ducati-MotoGP-Pilot.

Noch lange bevor feststand, dass der Titel in der Königsklasse 2025 sicher nicht an einen Piloten aus dem Stiefel geht, war die emotionale Lage in der Rennsport-Hochburg angeschlagen.

Doch es gab einen Retter: Marco Bezzecchi. Die Stimmung im Aprilia-Lager war mit Tag 1 der Partnerschaft bestens. Der Landsmann wurde mit offenen Armen und Leidenschaft empfangen. Bezzecchi revanchierte sich mit Fleiß. Doch sportlich lief es zunächst alles andere als rund. Gleich beim zweiten Event in Argentinien sorgte «Bez» mit seinem Crash nach schlechtem Start für Schrott und gedämpfte Stimmung.

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Beim siebten Event der Saison in Silverstone platzte dann der Knoten. Kurioserweise an demselben Wochenende, als Teamkollege und Weltmeister Jorge Martin sein Abseilmanöver von Aprilia Racing in die Öffentlichkeit stellte – der erste Sieg der RS-GP mit Marco Bezzecchi. Zwar hatte die Nummer 72 Platz 1 auch dem Technik-Ausfall von Fabio Quartararo zu verdanken, doch an der Konkurrenzfähigkeit des Teams aus Noale gab es nichts zu diskutieren.

Ab Runde 10 des Jahres in Assen wurde aus der guten Freundschaft zwischen Bezzecchi und Aprilia eine Liebe – die sich nun auch auf die Fans in der Heimat übertrug. Nicht dass Marco Bezzecchi als Akademie-Zögling von Superheld Valentino Rossi vor der Saison 2025 ein Popularitätsproblem gehabt hätte – aber Mitte des Jahres wurde es um den Racer aus Rimini richtig laut.

Mit jedem Krisenrennen Bagnaias und jeder Podestfahrt Bezzecchis wanderte die Begeisterung mehr und mehr von Ducati Lenovo in Richtung Aprilia Racing. Absoluter Höhepunkt war das wichtige Heim-Event in Misano. Während der Ducati-Werksfahrer zweimal leer ausging, gewann Bezzecci den Sprint. Im GP sahen die Fans eines der besten Rennen des Jahres. Die schwarze Aprilia hetzte Marc Marquez vierzig Minuten um den Kurs an der Adria. Um Meter geschlagen wurde Marco Bezzecchi wie ein Sieger gefeiert.

Um das Italo-Spektakel perfekt zu machen, erlebten die Fans vor Ort und an den Bildschirmen noch eine makaber-humoristische Sondereinlage des Siegers. Bezzecchi feierte in der Auslaufrunde mit einem Holzbein. Die Spezial-Trophäe war abgestimmt auf Bezzecchis Helmdesign. Damit erinnerte das VR46-Akademie-Mitglied an die italienische Filmkomödie «Drei Männer und ein Bein» – für viele war es der einfallsreichste Gag der MotoGP-Saison 2025.

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Gleich beim nächsten Event in Japan wurde es dann bizarr. Die Italiener erlebten die wundersame Auferstehung von Francesco Bagnaia. Bezzecchi dagegen hatte keine Chance dagegenzuhalten, denn ausgerechnet Jorge Martin hatte ihn in Motegi ins Aus geschossen.

Und doch gab es noch eine Steigerung. Wieder nur ein Event später fielen beide Helden der Italiener. Bagnaia fuhr auf Lombok blamabel hinterher und Marco Bezzecchi räumte ab – und zwar Marc Marquez.

Was die internationale Szene als vergleichsweise normalen Rennunfall einstufte, hatte in Italien emotional eine größere Bedeutung. Oder anders ausgedrückt: Mitleid gab es keines für den neuen Ducati-Weltmeister.

Vergessen ist der Vorfall nicht, doch Marco Bezzecchi machte seinen Fehler mit sportlichen Großtaten gut. Nach zwei Podestplätzen auf Phillip Island gewann «Bez» die letzten beiden Grands Prix einer mehr als nur außergewöhnlichen Saison.

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Die begeisternde Saison von Marco Bezzechi, die nüchtern gesehen nach 15 Podestplätzen auf Platz 3 der MotoGP-Tabelle endete, war für Italien die emotionale Rettung – und für Aprilia eine ebensolche Wiedergutmachung für den Katastrophenstart mit Jorge Martin.

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