Quartararo: «Nie erwartet, mit Ellbogen zu streifen»
Selten freute sich MotoGP-Weltmeister Fabio Quartararo so über einen zweiten Platz wie am vergangenen Sonntag im Regen von Mandalika. Der Yamaha-Star war von seiner Performance selbst überrascht.
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"Ich wünsche mir immer auf jeder Strecke mehr Grip – und hier war der Grip großartig", betonte Fabio Quartararo nach dem 20-Runden-Rennen auf dem neuen Mandalika Street Circuit auf der indonesischen Insel Lombok. "Ich brauchte eine Weile, um zu realisieren, dass ich im Nassen so schnell fahren konnte. In den letzten Runden pushte ich – und ich hätte nie erwartet, im Nassen mit dem Ellbogen zu streifen. Ich fand das Extra auf der Strecke und ich hoffe, dass es auf viel mehr Strecken so sein wird."
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Tatsächlich waren die Rundenzeiten im Regenrennen bemerkenswert schnell. Die Pole-Zeit des Yamaha-Werksfahrers war – im Trockenen – eine 1:31,067 min. Im Vergleich dazu war seine schnellste Rennrunde am Sonntag auf nasser Strecke noch immer eine 1:38,749 min. "Das ist schnell", weiß Quartararo. "Es fängt schon an, richtig schnell zu sein, wenn man um die zehn Sekunden langsamer ist als die schnellste Runde im Trockenen. Weniger als acht Sekunden ist schon super besonders. Ich glaube, nur mit dem neuen Asphalt auf dem Sachsenring schafften wir das auch. Der Grip-Level war großartig – ich hoffe, dass es auf allen Strecken in diesem Jahr so sein wird", ergänzte der Titelverteidiger mit einem Grinsen.
Ist "El Diablo" besonders glücklich darüber, nun bewiesen zu haben, dass er sehr wohl auch im Nassen stark sein kann? "Um ehrlich zu sein, ich hatte schon lange nicht mehr so ein Gefühl zum Motorrad. 2019 fuhren wir kein Regenrennen, aber bei den nassen Trainings-Sessions war ich immer in den Top-10. 2020 und 2021 lag ich dann aber immer außerhalb der Top-10, ich konnte nie ein großartiges Rennen zeigen. In Le Mans stand ich im Vorjahr zwar auf dem Podest, aber das lag im Grunde daran, dass ich auf den Slick-Reifen mehr als zehn Sekunden herausgeholt hatte. Deswegen schaffte ich es aufs Podium. In Mandalika war es aber ‚full wet‘ – und ich hatte den Hinterradgrip. Das ist die Sache, die ich mir von Yamaha für diese Bedingungen wünsche. Und es gelang."
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"Ich versuche immer, aus jeder Situation das Beste zu holen", beteuerte der Weltmeister. "Als ich auf Platz 5 lag – ich muss ganz ehrlich sagen, ich war noch nie so schnell auf nasser Strecke und ich brauchte eine Weile, um zu realisieren, dass ich tatsächlich so schnell unterwegs war. Manchmal, wenn du es gewohnt bist, [bei solchen Bedingungen] weiter zurückzuliegen, dann bist du auf P5 und könntest denken: ‚Das ist schon ein gutes Ergebnis.‘ Ich hatte aber das Gefühl, dass noch ein bisschen mehr drin war. Ich fühlte mich so gut auf der Bremse, ich machte einige großartige Manöver – keine schlimmen, meiner Meinung nach. Als ich hinter Johann und Jack war, versuchte ich so schnell wie möglich vorbeizukommen, weil ich wusste, dass es mit der Sicht sonst schwierig war. Und ich erreichte, was ich wollte", stellte Quartararo nach Platz 2 zufrieden fest.
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Ergebnisse MotoGP Mandalika/IND:
1. Miguel Oliveira, KTM, 20 Runden in 33:27,223 min 2. Fabio Quartararo, Yamaha, +2,205 sec 3. Johann Zarco, Ducati, +3,158 4. Jack Miller, Ducati, +5,663 5. Alex Rins, Suzuki, +7,044 6. Joan Mir, Suzuki, +7,832 7. Franco Morbidelli, Yamaha, +21,115 8. Brad Binder, KTM, +32,413 9. Aleix Espargaró, Aprilia, +32,586 10. Darryn Binder, Yamaha, +32,901 11. Enea Bastianini, Ducati, +33,116 12. Pol Espargaró, Honda, +33,599 13. Alex Márquez, Honda, +33,735 14. Luca Marini, Ducati, +34,991 15. Pecco Bagnaia, Ducati, +35,763 16. Maverick Viñales, Aprilia, +37,397 17. Raúl Fernández, KTM, +41,975 18. Fabio Di Giannantonio, Ducati, +47,915 19. Takaaki Nakagami, Honda, +49,471 20. Marco Bezzecchi, Ducati, +49,473 21. Remy Gardner, KTM, +55,964 – Jorge Martin, Ducati – Andrea Dovizioso, Yamaha WM-Stand nach 2 von 21 Grands Prix:
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