Martin über Bezzecchis Überholmanöver: «War mir sicher, dass sie stürzen!»
Aprilia-Pilot Jorge Martin setzt sich mit Platz 2 beim Red Bull Grand Prix of the United States im Spitzenfeld der MotoGP-WM-Wertung fest. Dem Manöver des Rennens konnte er aus nächster Nähe folgen.
Jorge Martins Aufwärtstrend hält an! Nach der Rückkehr des Spaniers auf das Podium bei der MotoGP-Premiere in Goiânia und dem Sieg im Sprintrennen von Austin, kurzzeitige Übernahme der Führung in der WM-Wertung inbegriffen, fuhr der «Martinator» im US-GP den zweiten Platz ein. Damit musste der Pilot mit der Startnummer 89 zwar den Spitzenplatz im Gesamtklassement an Teamkollege Marco Bezzecchi abtreten, dem bisherigen Dominator der laufenden MotoGP-Saison ist der Spanier aber auf den Fersen.
Von Startplatz 7 konnte sich der 28-Jährige im Sonntagsrennen nach dem Start direkt auf den dritten Platz hinter KTM-Ass Pedro Acosta setzen, den er in Runde 13 hinter sich lassen konnte. Teamkollege Bezzecchi war schon außerhalb der Schlagdistanz gewesen: «Ich habe bis zum Schluss alles gegeben und versucht, Marco noch zu schnappen. Aber er war unschlagbar!»
Die Chance auf den Sieg entglitt dem Weltmeister von 2024 in der Frühphase des Grand Prix: «In den ersten Runden habe ich das Rennen verloren. Wir haben bei der Rennstrategie einen Fehler gemacht, denn zu Beginn war ich zu lang hinter Pedro Acosta, obwohl ich schneller hätte fahren können.» So der Spanier nach der Podiumszeremonie. Dadurch hatte er zu Beginn freie Sicht auf die Attacke von Boxennachbar Marco Bezzecchi gegen Acosta: «Auf dem COTA geht es immer heiß her, so wie in dieser Situation! Ich war mir sicher, dass beide stürzen – und habe mich schon darauf eingestellt. Dadurch habe ich letztlich selbst Zeit eingebüßt» Der zweite Platz war jedoch das bestmögliche Ergebnis und für sich genommen schon ein Erfolg für den Aprilia-Athleten: «Ich war in der Vergangenheit schon nahe dran am Podium auf dieser Strecke. 2021 und 2022 hat es noch nicht gereicht.» Dabei hatte der Madrilene im Vorfeld Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit: «Ich wusste vorher nicht, wie fit ich selbst sein würde. Zudem sind die Kräfteverhältnisse zwischen den Motorrädern schwer einzuschätzen, weil der Charakter mit dem anderer Strecken nicht vergleichbar ist.»
Obendrein sei das Ergebnis Ausdruck des gestiegenen Vertrauens in sein Arbeitsgerät für Martin. Abzulesen auch an einem Beinahesturz, den der Pilot gerade noch verhindern konnte: «Das war knapp! Ich wusste, dass ich nah am Limit bin und wenn ich das bin, dann nur, weil ich das richtige Gefühl für das Motorrad habe. Deswegen war ich auf die Situation vorbereitet.» Mut macht dem Weltmeister von 2024 die Aussicht auf den Großteil der nächsten Rennwochenenden in der Motorrad-Königsklasse: «Wir müssen konstant gute Ergebnisse holen, so als hätte es die guten Ergebnisse an diesem Wochenende gar nicht gegeben. Austin ist für mich eine der schlechtesten Strecken in der gesamten Saison. Nach Jerez kommen jede Menge Kurse, die wirklich gut für uns und unser Motorrad sind: Le Mans, Mugello und andere.»
Vor dem Jerez-Wochenende hat Jorge Martin auf WM-Rang Zwei 4 Zähler Rückstand auf Teamkollege Bezzecchi. KTM-Chauffeur Pedro Acosta folgt mit weiteren 17 Punkten weniger.
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