Im Kampf um Platz 17 fragte sich Johnny Rea: Was zur Hölle mache ich hier?
Nach der Saison 2025 hat Superbike-Rekordchampion Jonathan Rea seine Karriere als Stammfahrer beendet. Bei seinem Gasteinsatz in Portimao konnte er für Honda nur vier Punkte zusammenklauben.
Lediglich einen Event hat Jonathan Rea seit seinem Rücktritt als Stammfahrer in der Superbike-WM vergangenen Oktober verpasst – den Saisonstart 2026 in Australien. In Portimao war der Nordire wieder dabei, als Ersatz für den verletzten Honda-Werkspiloten Jake Dixon.
Ideal lief Reas kurzfristiges Comeback nicht: Sturz im FP2 am Freitagnachmittag, Platz 18 in der kombinierten Zeitenliste. Im Qualifying sprang lediglich Startplatz 18 heraus, in den drei Rennen wurden es die Ränge 19, 18 und 12, wofür er vier WM-Punkte einsammelte.
«Es war so hart, wie ich erwartet hatte», erzählte der 119-fache Laufsieger und Honda-Rückkehrer. «Ich hatte keine Ahnung, wie ich die 20 Runden körperlich überstehen soll, es war lange her, dass ich eine Renndistanz fuhr. Mein Training im Winter war wegen der Rekonvaleszenz nicht wie normal, ich konnte kein Motocross fahren. An sich bin ich in guter Verfassung, daran konnten sich auf einer Strecke wie Portimao aber nicht alle meine Muskeln erinnern. Im ersten Training bekam ich nach vier Runden Arm-pump und fragte mich, wie ich das Wochenende überleben soll. Wie auch immer. Für solche Ergebnisse gibt es keinen Jubel, aber ich habe das Wochenende genossen. Es war schön zurückzukommen, das Team hieß mich willkommen. Und es war nett, ohne den Druck fahren zu können, gute Resultate holen zu müssen.»
Jonathan Rea: «Dann kommen wir nicht vorwärts»
«Wir gingen das Wochenende gedanklich wie einen Test an und versuchten einige gravierende Dinge mit der Elektronik und dem Chassis», verdeutlichte der sechsfache Weltmeister. «Denn eines ist klar: Wenn wir unserem bisherigen Strich treu bleiben, dann kommen wir nicht vorwärts. Wir konnten einige Informationen sammeln und Schlussfolgerungen ziehen, die wir zu unserem nächsten Test mitnehmen, um das Motorrad weiter zu verbessern. In einem Test profitierst du davon, dass du nicht gestresst bist und innerhalb 45 Minuten deinen Weg finden musst. In einem Test hast du zwar keinen Vergleich, was die Rundenzeiten betrifft, aber wir haben von den meisten Rennstrecken Referenzen. Es geht ums Gefühl. Ich verstehe das Motorrad und weiß, wo wir es verbessern müssen. Abseits eines Rennwochenendes kannst du mit weniger Stress systematischer arbeiten.»
Alles deutet daraufhin, dass Dixon bis zu den Rennen in Assen am Wochenende 17.–19. April
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