Marc Marquez (5.): «Ich kann momentan nicht den Unterschied machen!»
Marc Marquez betrieb im MotoGP-Rennen in Austin Schadensbegrenzung. Rang 5 war das Maximum – auch ohne Long-Lap hätte es nicht für den Kampf um den Sieg gereicht. Es liege an ihm, nicht am Bike.
Im MotoGP-Sprint in Austin unterlief Marc Marquez ein folgenschwerer Fehler. Am Ende der 1.200 Meter langen Gerade verschätzte sich der Champion vor der Kurve 12. Im Windschatten der vor ihm fahrenden Bikes verpasste er den Bremspunkt, worauf ihm das Vorderrad bei seiner Ducati einklappte. Fabio Di Giannantonio, der direkt vor ihm lag, riss er mit ins Verderben. MM93 sah seinen Fehler ein, die Strafe ließ nicht lange auf sich warten – für den Grand Prix am Sonntag bekam er eine Long-Lap aufgebrummt. Seine Strategie für das Hauptrennen lautete: «Überleben!»
Beim Start kam Marquez zunächst gut weg – er duellierte sich mit Teamkollege Pecco Bagnaia und «Diggia» um Position 4. Auch Honda-Pilot Joan Mir gesellte sich zu den Streithähnen. Bevor Marquez dann in Runde 4 seine Long-Lap absolvierte, lag er auf Position 7, danach reihte er sich auf Platz 11 wieder ein.
Marquez startete dann seine Aufholjagd. Zuerst schnappte er sich Luca Marini (Honda), in der siebten Runde war dann Trackhouse-Pilot Raul Fernandez an der Reihe. Danach war er lange Zeit hinter KTM-Tech3-Ass Enea Bastianini unterwegs. Ab Runde 15 lieferte sich Marquez ein enges Duell mit «La Bestia» mit ständigen Überholmanövern, auch Pecco Bagnaia gesellte sich dazu – es ging um Platz 5. In den letzten beiden Runden wurde es wieder ein Zweikampf zwischen der Nummer 93 und der 23. Am Ende gewann der neunfache Weltmeister das Duell – er wurde Fünfter.
Marc Marquez: «Haben für den Fehler bezahlt»
Somit betrieb Marc Marquez in Texas Schadensbegrenzung, mit den Top-3 hatte er nichts zu tun. «Wir haben für den Fehler vom Samstag bezahlt. In der MotoGP kommt es vor, dass der Sprint für das Hauptrennen nicht gut ist. Aber ja, wir haben das Maximum herausgeholt», musste sich der 33-Jährige eingestehen. Hat er den Kampf dennoch genossen? «Nicht sehr. Ich hätte es mehr genossen, um den Sieg zu kämpfen. Ich habe mich aber zunehmend besser gefühlt – wie es sein soll. Wir haben jetzt drei Wochen Zeit, um zu versuchen, uns in den ersten Runden zu verbessern.» Was fehlt momentan in den ersten Rennrunden? «Es liegt an mir und nicht am Motorrad.»
Hätte es ohne die Strafe vielleicht für den Sieg gereicht? «Nein. Vielleicht für ein Podium aber nicht für den Kampf um den Sieg», lautete die klare Antwort des Ducati-Werksfahrers.
Der nächste Grand Prix findet Ende April in Jerez statt. Was ist in Spanien wichtiger – das Rennwochenende oder der Test am Montag danach? «Alles. Jerez ist eine ganz andere Strecke, aber wenn du schnell bist, dann bist du es überall», betonte Marquez. «Wir versuchen, dort einen Schritt zu machen – vor allem, was mich betrifft. Ich muss verstehen, wie ich meine Performance in den ersten Runden verbessern kann. Ich fühle mich auf dem Motorrad nicht gut. Meine Position auf dem Bike ist nicht ideal, ich fahre einfach nur. Ich bin zwar immer noch schnell, kann aber nicht den Unterschied machen.»
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