Senna Agius (Intact GP) widmet Sieg in Austin verstorbenem Mechaniker
Im ereignisreichen Moto2-Rennen in Austin holte Intact-Pilot Senna Agius seinen dritten Sieg. Er fuhr für seinen Mechaniker Roberto Lunadei, der kürzlich bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Das Moto2-Rennen in Austin startete chaotisch. Zuerst gingen Daniel Holgado und Lokalmatador Joe Roberts in Kurve 1 zu Boden, danach krachte es in Kurve 11. Sieben Fahrer – Veijer, Salac, Piqueras, Ferrandez, Garcia, Munoz und Alonso waren in den Massencrash verwickelt. Kurz danach wurde die rote Flagge geschwenkt und das Rennen abgebrochen.
Intact-Pilot Senna Agius hatte sich im Qualifying Startplatz 5 geholt. Weil Angel Piqueras nach dem Crash ins Medical Centre gebracht wurde und beim Neustart nicht mehr dabei war, blieb sein Startplatz frei – Agius hatte somit nur noch drei Fahrer vor sich.
Der Australier war beim auf zehn Runden verkürzten Rennen von Beginn an in der Spitzengruppe dabei. Am Ende des zweiten Umlaufs hatte sich Agius mit der schnellsten Rennrunde auf Rang 2 nach vorne gearbeitet. In Runde 3 überholte Agius Barry Baltus und ging in Führung. Zur Hälfte des Rennens ging Baltus wieder an Agius vorbei, danach absolvierte der Belgier seine Long-Lap-Strafe, die er sich wegen eines gefährlichen Manövers gegen Alonso Lopez direkt nach dem ersten Start eingehandelt hatte. Danach duellierten sich Agius, Vietti und Guevara um den Sieg – mit dem perfekten Ende für den Intact-Piloten. Agius holte sich in Austin seinen dritten Moto2-Sieg.
«Ich hatte einen guten Start und bin ruhig geblieben. Ich habe meine Überholmöglichkeiten genutzt», meinte Agius. «Ich war in einigen Bereichen stark, hatte aber auch Schwächen in anderen. So habe ich auf der Gegengerade viel Zeit verloren. Ich habe versucht, die Sektion im Infield zu nutzen, um dort einen Vorteil herauszuholen. Es war ein großartiger Kampf, ich verspürte sehr viel Druck als Celestino hinter mir lag. Für mich ist es nicht die einfachste Strecke, um ein Rennen anzuführen. Es gibt viele Bremszonen, in denen du weit gehen kannst und dann beim Herausbeschleunigen verlierst. Ich versuchte nur, mein Maximum zu geben und konstant zu sein.»
In Brasilien reichte es für Agius nur für Rang 19 – es war ein schwieriges Rennen für ihn. Ist es schwer, in der Moto2-WM konstant gute Ergebnisse einzufahren? «Es ist die härteste Kategorie, weil die Zeitabstände von allen drei Klassen am engsten sind. Die Bikes haben alle denselben Motor. Wenn du deine Probleme in den Bremszonen hast und dort jedes Mal ein Zehntel verlierst, dann verpasst du den Einzug ins Q2. Dann findest du dich weit hinten wieder, obwohl du von der Zeit her nah dran bist. Es kann sehr schnell zum Schneeballeffekt werden», betonte der 20-Jährige. «Ich habe aber einen fantastischen Teamkollegen auf der anderen Seite der Box, der ein Titelanwärter ist – so wie letztes Jahr. Ich lerne von ihm und schraube mein Level nach oben. In der Vergangenheit war diese Strecke für mich sehr schwierig, jetzt konnte ich nach schlechten Ergebnissen das Ruder hier herumreißen. Ich konzentrierte mich auf das Fahren und konnte mit meiner Crew einen Schritt machen, um meine Stärken auszuspielen.»
Kürzlich erlebte das Intact-Team einen tragischen Verlust. Mechaniker Roberto Lunadei kam bei einem Verkehrsunfall um Leben. Ist der Sieg in Austin dadurch noch spezieller? «Zu 100 Prozent. Den Sieg widme ich meinem Mechaniker Roby, der in einen tragischen Unfall verwickelt war», so Senna Agius. «Ich war in Brasilien voller Motivation, um ihm zu Ehren dort gut zu fahren. Es hat nicht geklappt. Ich möchte mich bei meiner Crew bedanken, wir sind in dieser Woche eng zusammengerückt, um die positive Energie beizubehalten – mit dem Wissen, zu was wir in der Lage sind. Das wir es geschafft haben, fühlt sich unglaublich an.»
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