Quartararo über die MotoGP in Goiania: «Es muss professioneller werden!»
Nach Punkten im MotoGP-Sprintrennen ging Yamaha-Frontmann Fabio Quartararo im Großen Preis von Brasilien komplett leer aus. Bestimmendes Thema war aber der mangelhafte Ablauf des Comeback-Events.
Der vierte Startplatz nach dem Qualifikationstraining in Brasilien kam unverhofft für Fabio Quartararo. Es fußte im Wesentlichen auf dem direkten Einzug ins Q2 beim Zeitfahren am Freitag, begünstigt durch wechselhafte Bedingungen. Im Sprintrennen am Samstag reichte es für die Yamaha-Speerspitze mit dieser Startbasis und einem löwenhaften Kampf auf unterlegenem Material im Laufe des Rennens immerhin noch für den sechsten Platz und vier WM-Zähler.
Weitere Punkte blieben «El Diablo» im Grand Prix am Sonntag verwehrt. Nach einem desaströsen Rennen ohne einen einzigen Platzgewinn blieb dem Weltmeister von 2021 nur Platz 16 unter 18 gewerteten Fahrern. Das Unheil nahm dabei schon zu Beginn seinen Lauf: «Der Start war schon schlechter als am Samstag, auch weil wir eine längere Getriebeübersetzung gewählt haben.» Am Vortag sprang der Franzose zunächst vor auf den zweiten Rang. Die geänderte Getriebeabstufung wählten die Yamaha-Techniker, um die geringere Spitzenleistung des neuen V4-Triebwerks auszugleichen. Eine kurz vor dem Start umgeworfene Reifenwahl tat ihr Übriges für den 26-Jährigen: «Wir wissen, dass wir bei der Motorkraft Nachteile haben. Die Probleme mit dem Hinterreifen kamen obendrauf.»
Nach dem Start ins Sonntagsrennen wurde Fahrer mit der Nummer 20 nach der ersten Runde nur noch als Zehnter geführt, im weiteren Verlauf wurde er Platz für Platz zurückgereicht. Die Herangehensweise in Bezug auf die Reifenwahl habe das verkürzte Rennen für Yamaha dabei nicht verändert, der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Entscheidung durch die Rennleitung sei jedoch grenzwertig gewesen: «Wir Fahrer haben davon erst wenige Minuten vor dem Start erfahren. Ein paar Minuten mehr Zeit für uns, das wäre besser gewesen.»
Die Verkürzung wegen Zweifeln an der Haltbarkeit der Strecke war eine weitere Entscheidung, bei der Rennleitung und Streckenbetreiber bei der Rückkehr der MotoGP nach Brasilien keine gute Figur machten. Am Samstag musste der Start ins Moto-GP-Sprintrennen mehrfach verschoben werden, um die Strecke auf der Zielgeraden notdürftig flicken zu können, nachdem der Asphalt durch Folgen einer Überflutung infolge der Regenzeit Schaden genommen hatte. Eine Begutachtung nach dem Ende des MotoGP-Rennens ergab, dass sich der Asphalt in Kurve 11 und 12 auflöste. Quartararo: «Im nächsten Jahr müssen wir uns hoffentlich nicht mehr mit Problemen wie kaputten Asphalt und ähnlichem herumschlagen. Die Rennen müssen geordneter und der Ablauf professioneller werden.»
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