Raul Fernandez nach Doppel-Podium: «Denke nicht, wir sind Titelkandidaten»
Trackhouse-Aprilia-Pilot Raul Fernandez holte in einem höchst turbulenten MotoGP-Rennen in Buriram wie schon im Sprint Platz 3 und sprach danach über sein gelöstes Problem mit der linken Schulter.
Der MotoGP-Saisonauftakt war für das US-Team Trackhouse Racing auch in diesem Jahr ein Highlight. Raul Fernandez und Ai Ogura wetzten in der beinharten Hitzeschlacht auf dem Chang International Circuit in Buriram mit zahlreichen Zwischenfällen im ikonischen Gulf-Outfit auf die Ränge 3 und 5. Unglaublich und einzigartig: Alle vier Aprilia RS-GP beendeten das Rennen in den Top-5.
Der 25-jährige Fernandez, der nach einem heftigen Abflug in Portugal noch immer Schmerzen in der linken Schulter hatte, konnte seine Leistung vom Sprint dennoch auch am Sonntag bestätigen. Der Madrilene fuhr lange Zeit hinter Dominator Marco Bezzecchi auf Platz 2. Der Abstand auf Pedro Acosta (Red Bull-KTM) schien zur Halbzeit des Rennens konstant, doch dann schmolz das Guthaben massiv. Vier Runden vor der Flagge musste er dann Acosta passieren lassen. «Wir haben eine Behandlung an meiner Schulter nach dem Warm-up gemacht, somit habe ich das Rennen gut überstanden.»
«Es war in den letzten fünf, sechs Runden schwer für mich. Der Hinterreifen war kaputt», berichtet Fernandez. Im Warm-up habe ich mich richtig gut gefühlt mit dem Medium-Hinterreifen. Wir sind auf jedem Fall auf dem Podium – müssen jetzt aber cool bleiben. Jetzt müssen wir auch daran arbeiten, dass es so bleibt», schilderte Fernandez, der auch mit der Werks-Crew von Bezzecchi im Parc Ferme feierte.
Durchdrehendes Hinterrad auf der Geraden
Ich hatte Erinnerungen an Valencia, als Marco vor mir führte. Ich habe versucht, die Reifen zu schonen. Der Verschleiß des Reifens war groß bei uns – das Hinterrad hat stark durchgedreht, und das auch auf den Geraden.»
In einer Phase des Rennens war Fernandez sogar WM-Spitzenreiter. Nach zwei Rennen und zwei Podestplätzen rangiert die Nummer 25 nun auf Position 3.
«Ich bin jetzt ein besserer Fahrer, bin in schweren Situationen sehr ruhig. Marco war auf einem anderen Level diesmal. Ich bin sehr happy und möchte dem Team, Aprilia und meiner Familie danken. Jetzt wird mir bewusst, wie schwer die erste Hälfte des Jahres 2025 war. Ich fühle mich gut, wir haben noch immer nicht alles unter Kontrolle – aber wir kommen dahin.»
Fernandez weiter: «Wir haben Top-5 erwartet, aber noch nicht Top-3. Wir wollen immer in den Top-8 bleiben und wenn die Gelegenheit kommt, ums Podiums kämpfen. Hoffentlich können wir das noch oft wiederholen.»
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