André Lotterer (Genesis): «Das ist ein spannendes Projekt»
Der Deutsche fährt in der Saison 2026 der Sportwagen-WM (FIA WEC) ein Genesis GMR-001-Hypercar zusammen mit Luis Felipe Derani und Mathys Jaubert. Aktuell findet der Saisonauftakt in Imola statt.
Im Plan von Genesis für den Einstieg in die Langstrecken-WM (WEC) waren «zwei erfahrene Piloten als Rückgrat von Beginn an vorgesehen», wie Hyundais Motorsportchef Cyril Abiteboul bestätigt. Die beiden «Stalwarts» sind der IMSA-Routinier Pipo Derani und der zweifache WEC-Champion André Lotterer, der sich nach erfolgreicher Zeit u. a. mit Audi und Porsche mit 44 Jahren in ein neues Abenteuer stürzt.
Zur Entwicklung von Genesis Magma Racing sagt der gebürtige Duisburger: «Wenn man den kurzen Zeitraum, den wir für den Teamaufbau hatten, bedenkt, bin ich sehr zufrieden. Man muss ja berücksichtigen, dass wir mit einer komplett neuen Motorsportabteilung beginnen, und das gleich in einer Weltmeisterschaft. Klar, mit etwas mehr Vorlaufzeit hätte man noch mehr machen können, aber wir machen jetzt das Beste daraus und versuchen, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln.»
Und er berichtete weiter: «Seit dem ersten Test im August 2025 waren wir wirklich viel auf Rennstrecken, ich meine, fast jede zweite Woche. Es hat keine wesentlichen Probleme gegeben, das Team hat sich sehr rasch stabilisiert. Dazu hat auch Designer Luc Donckerwolke beigetragen, der vom Konzernvorstand grünes Licht bekam, im Motorsport mitzuarbeiten.» Das Auto habe sich in den Tests gut angefühlt. Dennoch sind die Erwartungen für das Debüt nicht besonders hoch: «Imola ist für den Anfang keine einfache Strecke, auf anderen werden wir wohl besser dastehen.»
Zu den Saisonzielen sagt Lotterer: «In der ersten Saisonhälfte möglichst viel lernen, Daten sammeln. Dann wäre es cool, ein paar Punkte zu holen. Gegen Saisonende wollen wir natürlich vorkommen.» Warum tut sich der Langstrecken-Routinier mit F1- und FE-Erfahrung das neue Arbeitsfeld an? «Genesis Magma Racing ist ein spannendes Projekt. Da von Beginn an dabei zu sein, ist eine tolle Aufgabe, in die ich meine ganze Erfahrung einbringen kann. Da kann man viel bewirken, das macht auch Spaß. Wir haben natürlich versucht, WEC-erfahrene Mitarbeiter in allen Bereichen zu finden. Das ist uns auch gelungen, ich kenne viele Gesichter von früheren Teams. Es sind aber auch interessante neue Leute dabei, z. B. aus dem Rallyeteam. Klar müssen die sich erst in der Rennstreckenwelt orientieren.»
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