Für Aprilia verlief der Start in die MotoGP-Saison turbulent: Zwei verletzte Fahrer und ein umstrukturiertes Testprogramm stellten Testfahrer Lorenzo Savadori beim Sepang-Test vor Herausforderungen.
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Für Aprilia hätte die MotoGP-Saison 2025 kaum schlimmer beginnen können. Bereits am ersten Tag des offiziellen Sepang-Tests verletzten sich sowohl Weltmeister Jorge Martin als auch Raul Fernandez. Plötzlich rückte Testfahrer Lorenzo Savadori stärker in den Fokus, um das umfangreiche Testprogramm des Herstellers aus Noale fortzuführen.
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"Zuallererst wünsche ich Raul und Jorge eine schnelle Genesung. Hoffentlich sind sie bald zurück auf der Strecke", meinte Savadori, der die für die beiden Spanier vorbereiteten Bikes und deren Testprogramm übernahm. "Wir haben verschiedene Verkleidungen ausprobiert und auch etwas an der Elektronik getestet. Hauptsächlich ging es darum, die RS-GP weiterzuentwickeln und weniger auf die Performance zu schauen." Mit einer Zeit von 1:59,169 min verlor Savadori über zweieinhalb Sekunden auf die Bestzeit von Alex Marquez (Ducati). Dennoch testete Savadori einige für ihn neue Komponenten. "Beim Shakedown-Test hatten wir nicht die Zeit, um alles auszuprobieren", betonte er. Unter anderem sollten die Bremsperformance und das Ansprechverhalten der Aprilia verbessert werden. "Dieses Modell ist ein Schritt vorwärts im Vergleich zum alten Bike. Natürlich könnte die Performance noch besser sein – es ist niemals genug. Aber wir verbessern uns jedes Mal."
Ist die RS-GP25 eine Revolution oder eine Evolution? "Wir haben nur Details verändert. Die Balance und das Fahrverhalten des Bikes waren bereits gut. In manchen Bereichen müssen wir noch nachlegen", erklärte der 31-Jährige. Auch die Arbeit an der Elektronik machte Fortschritte. Das Team verbesserte neben dem Ansprechverhalten die Motorbremse und es optimierte das System für die Traktionskontrolle. Zusätzlich wurde ein neuer Heckflügel getestet.
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Savadori zieht eine klare Bilanz: "Wir müssen testen, testen, testen! Das ist ein harter Job. Es ist wichtig, das Bestmögliche aus dem Bike herauszuholen – speziell, wenn Jorge auf die Strecke zurückkehrt."
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Als Referenz diente an diesem Wochenende Marco Bezzecchi, der mit 1:57,328 min in den Top-10 der kombinierten Zeitenliste landete. "Das war gut, er lernt die RS-GP Tag für Tag besser kennen. Ich arbeite in dieselbe Richtung", lobte Savadori den Aprilia-Neuling.
Das nächste Mal wird sich am 12. und 13. Februar beim MotoGP-Test in Thailand die Gelegenheit ergeben, weitere Daten für die Entwicklungsabteilung von Aprilia zu sammeln.
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