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Leo Rammerstorfer: Moto3-Vertrag als verspätetes Weihnachtsgeschenk

Für den Oberösterreicher Leo Rammerstorfer war die Vorweihnachtszeit eine Zeit voller Hoffnung und Bangen, die schliesslich mit der Beförderung in die Moto3-Weltmeisterschaft belohnt wurde.

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Wie Mitte Januar bekannt gegeben wurde, wird Leo Rammerstorfer in diesem Jahr mit dem italienischen Team Sic58 Squadra Corse an der Moto3-Weltmeisterschaft teilnehmen. Das Team wurde von Paolo Simoncelli, dem Vater von Marco Simoncelli, gegründet, der 2011 bei einem tödlichen Unfall in Sepang, Malaysia, ums Leben kam. Paolo Simoncelli fungiert auch als Teammanager. Die Gespräche zwischen den beiden Seiten liefen seit November letzten Jahres. Es dauerte jedoch bis Ende Dezember, bis der Vertrag zur Unterzeichnung bereit war.

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«Ich bin natürlich überglücklich», beginnt Rammerstorfer im Gespräch mit SPEEDWEEK.com mit einem breiten Grinsen. «Eigentlich war geplant, dass ich noch ein weiteres Jahr in der JuniorGP Moto3 fahre. Damit wäre ich sehr zufrieden gewesen, denn ich wäre im besten Team gelandet, das es bis Ende letzten Jahres gab.» Dabei handelte es sich um das spanische Team UAX SEVENTYTWO ARTBOX, das mit Brian Uriarte 2025 den Titel gewann.

Gleichzeitig wurden aber auch Kontakte zu anderen Moto3-Teams aus der Weltmeisterschaft geknüpft. Paolo Simoncelli war jedoch einer der Ersten mit festen Plänen. Rammerstorfer war als Ersatz für Noah Dettwiler geplant. Der Schweizer war sich mit Simoncelli einig für dieses Jahr. Der tragische Unfall in Sepang Anfang November des letzten Jahres änderte aber alles, wie Rammerstorfer erklärt: «Mit dem Sic58-Team gab es eine Vereinbarung, mich anstelle von Noah die ersten Grands Prix des Jahres fahren zu lassen, bis er fit genug für sein Comeback ist. In der Zwischenzeit hat sich Noah jedoch anders entschieden. Es freut mich für ihn, dass er mit seiner Rehabilitation so gute Fortschritte macht und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.»

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Vertragsunterzeichnung war eine große Erleichterung

Trotz der Absage von Dettwiler an Simoncelli war es kein leichtes Unterfangen für das Umfeld von Rammerstorfer: «Abgesehen davon hat mein Vater im Dezember hart daran gearbeitet und sehr viel telefoniert, dass ich in die Weltmeisterschaft aufsteigen konnte. Es gab mehrere Optionen für mich. Ich bin ihm für alles sehr dankbar. Um die Weihnachtszeit herum fügte sich mit Paolo Simoncelli alles zusammen. Der Vertrag mit Sic58 war sozusagen ein verspätetes Geschenk. Es war eine grosse Erleichterung, dass vor Jahreswechsel alles geregelt war.»

Der 21-Jährige aus Feldkirchen an der Donau im Bezirk Urfahr-Umgebung erkannte zuvor schnell die Situation. «Nachdem Ende November eine weitere Saison in der JuniorGP sehr wahrscheinlich schien», erzählte er, «wollte ich den Dezember etwas ruhiger angehen lassen als in den Vorjahren. Aber mit der Chance, in der Moto3-Weltmeisterschaft zu fahren, warf ich meine Pläne sofort über den Haufen und arbeitete hart an meiner körperlichen Fitness mit dem Ziel, mein Gewicht zu halten. Denn wenn ich eine Hantel sehe, nehme ich fast automatisch zu.»

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Rammerstorfer weiter: «Im Januar habe ich viel Zeit in Spanien verbracht. Auch wenn das Wetter nicht immer gut war, habe ich viel mit Motorrädern trainiert und viele Kilometer zurückgelegt. Ich hatte einige sehr gute Runden auf meinem Supersport-Motorrad und einer Ohvale. Ausserdem habe ich viele meiner Konkurrenten kennengelernt und einiges von ihnen gelernt.»

Moto3-Test in Portimao

Am vergangenen Wochenende traf Rammerstorfer in Portimao, Portugal, ein, wo am Montag und Dienstag der erste Test des neuen Jahres stattfindet und wo er zum ersten Mal auf sein neues Team in voller Besetzung trifft. Das gilt auch für seine neue Rennmaschine. «Ich bin sehr gespannt, wie ich mit der Honda zurechtkomme. Dieses Motorrad ist für mich völlig neu. Aber ich erwarte keine Schwierigkeiten bei der Umstellung. Ich gehe die Sache ganz entspannt an und konzentriere mich voll und ganz auf meine Aufgaben. Da die Wettervorhersage für diesen ersten Test nicht gerade ideal ist, geht es vor allem darum, mich im Team einzuleben und so viele Runden wie möglich zu fahren, um das gesamte Paket kennenzulernen. Das ist das Wichtigste.»

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