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BMW ohne Toprak Razgatlioglu: Beim Neustart ist kein Raum für Ablenkungen

Am 16./17. Februar findet in Australien der letzte Vorsaisontest statt, bevor die Superbike-WM beginnt. BMW-Rennchef Sven Blusch versucht im Exklusiv-Interview eine Standortbestimmung vorzunehmen.

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Jahr 1 nach Toprak Razgatlioglu: Für BMW fahrerisch ein Neustart, denn neben dem Türken wurde auch Michael van der Mark ersetzt – 2026 bilden die MotoGP-Sieger Danilo Petrucci und Miguel Oliveira das Werksteam.

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«Von unserer Seite war der wichtigste Punkt das Thema Motorsport auf eine Ebene zu heben, wo wir zeigen, dass wir um den Titel mitfahren und ihn auch gewinnen können», beurteilte BMW Motorsport Direktor Sven Blusch die zwei Jahre mit Toprak, in denen die Weiß-Blauen erstmals in der über 100-jährigen Firmengeschichte einen WM-Titel – sogar zwei – in einer Solokategorie einsacken konnten. Razgatlioglu triumphierte außerdem in 39 Rennen und stand 58-mal auf dem Podium – eine erstaunliche Leistung in 66 Läufen!

Sven Blusch: «Müssen alles andere ausblenden»

Blusch betonte im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com, wie speziell dieser Abschnitt für BMW Motorrad Motorsport war. Und sagte auch: «Wir müssen alles andere ausblenden. Mit dem, was Bulega in den vergangenen zwei Jahren gezeigt hat, wissen wir, dass er mit der neuen Ducati die Person ist, die es zu schlagen gilt. Unsere Stärke im Vorjahr war, und die müssen wir unbedingt beibehalten, dass wir das große Bild im Auge behielten. Als wir nach Australien kamen, gab es das Super-Concession-Thema (BMW wurde über Nacht verboten, den zuvor legalen Spezialrahmen einzusetzen – der Autor), Toprak war verletzt und der Saisonstart schwierig. Wir haben damals in Australien aber mehr Punkte geholt als im Jahr davor. Deshalb muss man dann auch intern alle Leute zusammenholen und mal durchatmen. Wir haben gesehen, dass mehr Potenzial da war.»

Ende dieser Woche machen sich die Teams nach Australien auf, am 16./17. Februar findet auf dem Phillip Island Grand Prix Circuit im Staat Victoria der finale Vorsaisontest statt, bevor am letzten Februar-Wochenende die Superbike-Weltmeisterschaft 2026 auf gleicher Strecke beginnt.

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«Wir sind nicht perfekt vorbereitet, weil unsere Fahrer auch ohne Regen maximal acht Testtage gehabt hätten», so Blusch. «Sie sind professionelle und sehr gute Fahrer, aber auch sie lernen in dieser Zeit das Motorrad nicht komplett kennen. Wir werden das erste Rennwochenende deshalb ein bisschen wie einen verlängerten Test ansehen müssen. Wir müssen gucken, dass wir überall so schnell wie möglich wieder auf 100 Prozent kommen. Und dabei muss man aufpassen, dass man nicht ständig nach links und rechts guckt, wie es bei Bulega und den anderen ausschaut. Wenn wir wissen, dass wir 100 Prozent geben, dann werden wir auch schnell wieder an den Punkt kommen, wo wir hinwollen.»

Blusch muss die Voraussetzungen schaffen

«Jeder im Team füllt seine Rolle sehr gut aus», ist der Sportchef überzeugt. «Die Strategie kommt von meiner Seite, das Schöne ist aber, dass Chris Gonschor in seiner Rolle als Technischer Direktor und Shaun Muir als Teamchef immer alles zusammen mit mir besprechen. In meiner Position ist es so, dass ich ihnen immer das Maximale geben muss, was sie brauchen. Ich muss dafür sorgen, dass die richtigen Fahrer und das nötige Budget da sind, dass wir als Marke gesehen werden und pushen. Dabei kann ich mich auf beide 100-prozentig verlassen. Und sie machen in ihrer Position genau das, was umgesetzt werden muss. Deswegen macht mir das vom Teamgefüge her sehr viel Spaß so.»

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