Das Forward-Yamaha-Team mit Stefan Bradl und Loris Baz testet heute in Valencia die Kayaba-Suspension. Der Bayer ist gespannt auf die Unterschiede zu Öhlins.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Für Stefan Bradl geht der Testarbeit heute Mittwoch in Valencia weiter. Um 11 Uhr war die Strecke jedoch vom gestrigen Regen noch nass, es blinzelt aber die Sonne durch, ab 12 Uhr werden wohl die ersten Runden gedreht werden.
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Am Montag legte Bradl mit der Forward-Yamaha 50 Runden zurück, er landete mit einer Zeit von 1:32,209 min an zwölfter Position. Für heute wurden bei Forward die Maschinen von Öhlins auf Kayaba-Suspension (Gabeln und Federbeine) umgerüstet. Yamaha und Forward meinen, wenn das Team als einzige Mannschaft auf Kayaba fahre, könnte das ein Vorteil sein gegenüber Öhlins, die sämtlichen Teams ausrüsten. Nur Gresini-Honda tanzte 2014 auf Showa aus der Reihe. "Bei Öhlins sind wir das Team Nr. 32, bei Kayaba wären wir die Nummer 1", gibt Forward-Teambesitzer Giovanni Cuzari zu bedenken.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Yamaha hat eine 25-Prozent-Beteiligung an Kayaba, Bradl wäre gern zumindest noch einen zweiten Tag auf Öhlins gefahren, um sich besser an die M1-Yamaha gewöhnen zu können.
Er vermutet: Wenn er jetzt am zweiten trockenen Yamaha-Testtag seine Montag-Zeit verbessert, wird es womöglich dem Kayaba-Material zugeschrieben, nicht der Tatsache, dass er sich besser an das neue Motorrad gewöhnt hat. Inzwischen weiss Bradl auch, warum er am Montag etwas unter Leistungsmangel litt: Sein Testmotor war am Ende seiner Laufzeit angelangt, bei rund 4000 km, ausserdem sind die Testmotoren ohnedies nicht die stärksten Versionen. Bradl: "Das Triebwerk hat sich müde angefühlt."
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Allerdings kommt es in Valencia nicht in erster Linie auf die Motorleistung an. "Stefan hat mit 67,2 Prozent der maximalen Power seine beste Rundenzeit erzielt", erklärte Elektronik-Guru Dirk Debus. "Wir haben ihm dann in 2,5-Prozent-Schritten mehr Leistung gegeben, aber mit der schwächsten Power-Einstellung ist ihm am Montag die beste Rundenzeit gelungen." "Ich gehe jetzt ganz unvoreingenommen an diesen Test mit Kayaba heran", stellte Bradl am Mittwochvormittag fest. "Ich weiss nicht, was mich erwartet. Yamaha-Rennchef Nakajima hat mir versichert, dass er von diesem Produkt überzeugt ist. Es hat sich auch in der US-Superbike-Meisterschaft bewährt, hat er mir gesagt." "Yamaha will sich nicht blamieren", meint Giovanni Cuzari. "Sie würden nicht so stark für Kayaba pushen, wenn sie es für ein Risiko halten würden."
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