Superbike-Vizeweltmeister Nicolo Bulega ist nicht so erpicht darauf für den verletzten Marc Marquez im MotoGP-Team Ducati Lenovo einzuspringen, wie man meinen könnte. Toprak Razgatlioglu denkt anders.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Noch ist unklar, wie lange Weltmeister Marc Marquez nach seinem unverschuldeten Sturz in Mandalika auf der Insel Lombok mit seiner Schulterverletzung ausfallen wird. Die Rennen in Australien und Malaysia bestreitet Test- und Ersatzfahrer Michele Pirro (39) für den Spanier, zwei Wochen später geht es in Portimao und direkt darauffolgend in Valencia ins Saisonfinale.
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Für Phillip Island wurde Superbike-Vizeweltmeister Nicolo Bulega von Ducati nicht als Ersatz in Betracht gezogen, weil zeitgleich die WM-Entscheidung der seriennahen Meisterschaft stattfindet. Zudem war für den Hersteller aus Borgo Panigale allein schon aus logistischen Gründen klar, dass derjenige, der in Australien auf der GP25 von Marc Marquez sitzt, auch in Malaysia fahren soll. "Das wäre eine gute Möglichkeit für Nico", meinte Superbike-WM-Leader Toprak Razgatlioglu am Donnerstag in Jerez zu einem möglichen Einsatz von Bulega in Portimao. "Ich hoffe, dass Ducati ihm diese Chance gibt, er leistet dieses Jahr unglaubliche Arbeit. Er hat sich stark verbessert und ist ein sehr schneller Fahrer."
Bulega sieht das differenzierter. "Klar könnte das sehr gut sein", überlegte der 26-Jährige. "Jeder will dieses Bike fahren, auch ich. Das ist die Maschine von Marc Marquez. Aber wenn du das tust, musst du davor die richtigen Schritte machen. Zuerst fuhr ich Supersport, dann ließ mich Ducati immer wieder das Superbike fahren. Als ich in der Superbike-WM ankam, war ich bereit, Rennen zu fahren. Das Wichtigste ist für mich nicht in die MotoGP zu gehen, nur damit ich sagen kann, dass ich ein MotoGP-Bike fuhr. Wenn ich dorthin gehe, dann will ich es gut machen und nicht langsam sein. Denn sonst werden alle sagen, dass Superbike-Fahrer lahm sind."
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BMW-Star Razgatliogu hat mit Yamaha einen MotoGP-Vertrag für 2026 und 2027 unterschrieben und wird im Team Pramac Racing starten. Bulega soll im nächsten Jahr regelmäßig die GP-Maschine von Ducati testen und für 2027 aufgebaut werden. "Ich hoffe, dass er 2027 in die MotoGP kommt, er ist bereit", versicherte der Türke. "Das wäre ein guter Schachzug von Ducati, dann können wir in Zukunft wieder gegeneinander kämpfen." "Für mich ist das alles noch zu weit weg, das ist ja erst in zwei Jahren", meinte der 17-fache Superbike-Laufsieger Bulega. "Fest steht, dass Toprak in die MotoGP geht, ich nicht. Ich fahre nächstes Jahr Superbike. Aber wenn ich schnell genug bin, und Ducati denkt, dass ich in die MotoGP 2027 kann, dann wäre es schön, wieder mit ihm zu fighten."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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