John McGuinness und der 100er: Zuerst verzählt und dann auf 2027 verschoben
Der 54-jährige Brite John McGuinness blickt auf eine lange Karriere zurück. Der Honda-Werksfahrer sollte am Samstag sein hundertstes Rennen beim North West 200 bestreiten, doch daraus wurde nichts.
Seit einer halben Ewigkeit startet John McGuinness beim North West 200. Nicht lange nachdem er 1997 im Rennen der Klasse 250/400 ccm als Zweiter hinter Callum Ramsey zum ersten Mal auf das Podium steigen durfte, begann seine Siegesserie. Zwischen den Jahren 2000 und 2012 gewann er sechs Rennen. Dass er auch noch im fortgeschrittenem Alter Top-3-Resultate erreichen kann, zeigte der damals 52-jährige Brite 2024 als Dritter im zweiten Superstock-Rennen.
Dieses Jahr wird der Honda-Werksfahrer bei der Veranstaltung in Nordirland zum hundertsten Mal an der Startlinie stehen. Dabei hatte er bereits letztes Jahr mit diesem bemerkenswerten Meilenstein in seiner Karriere gerechnet. «Für diesen speziellen Anlass habe ich mir einen speziellen Helm lackieren lassen, aber dann musste ich ihn wieder wegpacken. Sehr peinlich, ich hatte mich verzählt», räumte er reumütig gegenüber BBC Sport NI ein.
Die offizielle Statistik weist für den 23-fachen Tourist-Trophy-Sieger, der 2017 beim North West 200 aufgrund eines technischen Defekts schwer zu Sturz gekommen war und sich dabei mehrere Rückenwirbel gebrochen hatte, dass er auf dem Highspeed-Kurs vor der diesjährigen Veranstaltung 96 Rennen bestritten hat. Weil am Donnerstag das Superbike- bzw. Superstock-Rennen abgesagt wurden, muss das Jubiläum sofern der Zeitplan für den Samstag nicht noch geändert wird auf das nächste Jahr verschoben werden.
An einen Rücktritt verschwendet der zweifache Familienvater keine Gedanken. «Manchmal denke ich, dass ich vielleicht aufhören sollte, aber dann frage ich mich, warum eigentlich? Das sehen die Leute von Honda auch so, ansonsten hätten sie die Werksmaschine längst einem anderen Fahrer gegeben. Noch gelingt es mir mit den Jungen mitzuhalten. Meine Rundenzeiten und Ergebnisse stimmen nach wie vor. Letztes Jahr konnte ich mich im Superbike-Rennen als Sechster gut behaupten.»
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