Nach F1-Spektakel in Florida: Holt Liberty auch die MotoGP nach Miami?
Die MotoGP ist zurück in Brasilien. 2027 kommen dann Buenos Aires und Adelaide neu in den Rennkalender. Nun ist auch Miami als Austragungsort im Gespräch, wie Liberty gegenüber Investoren bestätigte.
Mit dem Blick auf die zukünftige Ausrichtung der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft unter der Regie des neuen MotoGP-Inhabers Liberty Media liegt die Landkarte schon eine Weile auf den Tischen der Entscheider. Die erste Akquise, noch unter Regie von Dorna Sports, wurde mit Goiania in Brasilien bereits umgesetzt. Im Sinne der Vermarktung war die Premiere im vergangenen März ein Erfolg, trotz
Beschlossene Sache ist zudem eine
Mehr Zuschauer, mehr Umsatz
Aus dem gleichen Grund fiel auch die umstrittene Entscheidung, die MotoGP von Phillip Island abzuziehen. Ende 2026 verabschiedet sich die WM von der legendären Inselrennstrecke in
Zum Vergleich: Während Phillip Island nicht einmal 100.000 Fans darstellen kann, vermeldeten die Vermarkter der Formel 1 für Melbourne 2025 über 440.000 Zuschauer. Station machen die Vierrad-Kollegen auch auf dem einzigartigen Kurs in Miami/Florida, der rund um das beeindruckende Football-Stadion der «Dolphins» führt. Rund 275.000 Fans lockt die Vierrad-Topliga an die Strecke. Eine Zahl, die im aktuellen MotoGP-Kalender lediglich in Le Mans erreicht wird.
Im Nachgang des Miami-Events ging Liberty-Media-Manager Derek Chang auf die Anlage in Florida auch als möglichen Stopp der MotoGP ein. Gegenüber Investoren sagte Chang: «Was die MotoGP betrifft, so haben wir den US-Markt als wichtigen Markt für die MotoGP bereits gefördert und werden dies auch weiterhin tun. Wir prüfen also alle Möglichkeiten, um unser Geschäft hier auszubauen. Das wird Zeit brauchen, genau wie es bei der Formel 1 der Fall war. Aber wir sehen, dass das Interesse da ist und dass sich hier ein Markt entwickeln wird.»
Chang, zuletzt auch beim MotoGP-Event in Jerez vor Ort, weiter: «Was die Vorgehensweise angeht, haben wir natürlich ein Interesse daran, Rennen in den USA hinzuzufügen. Miami scheint ein logischer Standort zu sein, da es dort bereits eine Rennstrecke gibt. Es gibt viele Dinge, die geklärt werden müssen, egal ob es sich um Miami oder eine andere Rennstrecke handelt – etwa in Bezug darauf, ob sie für die MotoGP geeignet ist, sowie hinsichtlich Sicherheitsbedenken und ähnlicher Aspekte, bei denen andere Anforderungen gelten als in der Formel 1, und offen gesagt auch, welche Märkte aus kommerzieller Sicht Sinn ergeben. Das sind Gespräche, die wir mit Miami und auch mit anderen führen werden, um herauszufinden, welche Standorte für eine Expansion in den USA geeignet wären.»
Adelaide in Australien kommt damit die Rolle eines wichtigen Pilotprojekts zu. Werden die gesteckten Ziele erreicht, könnte auch Miami nach 2027 im Rennkalender der Motorrad-WM auftauchen.
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