Euro Moto Superbike 2026: Nur eine Yamaha R1 dabei
Mit Twan Smits wagt sich ein Yamaha-Pilot in das Haifischbecken der ehemaligen IDM Superbike. Ein R7 Prototyp wird in der Sportbike-Klasse eingesetzt. Fünf Yamaha sind bei den Supersportlern dabei.
«Für Yamaha war dies ein sehr bedauerliches Ergebnis, das auf drei Faktoren zurückzuführen ist», erklärte Wim Vermeulen von Yamaha Deutschland über die Entwicklung in der Euro Moto Superbike. «Wir haben Motorsport Kofler in die Supersport-Weltmeisterschaft befördert, was einen großen Schritt nach vorne für die IDM (2025) und Euro Moto (2026) darstellt, da wir Teams und Fahrer dabei unterstützen können, in eine Weltmeisterschaft aufzusteigen. Der Nachteil dieser Förderung ist, dass Maximilian Kofler seinen Platz verloren hat und wir daher eine R1 weniger haben.»
«Als Yamaha müssen wir uns für 2026 auf zwei komplett neue Motorräder konzentrieren», erläutert er, «nämlich die Einführung der R9 SSP in die nationale Meisterschaft, wo wir für Euro Moto erwarten, dass vier bis fünf Motorräder hinzukommen. Wir wurden gebeten, die neue R7 in der 2026er-Spezifikation einzusetzen, bei der es sich um einen Prototyp handelt. In der WSPB wird die R7 aus dem Jahr 2021 in einer EU5-Spezifikation verwendet, während wir hier die neue R7 in der EU5+-Spezifikation einsetzen werden.»
Mit einem R7 Prototyp in der kleinsten Klasse
«Das Team SWPN wurde gebeten, eine neue R7 einzusetzen, was mit dem Einsatz einer neuen R9 für Luca de Vleeschauwer einhergeht», so Vermeulen. «Mit Blick auf die Gesamtressourcen haben sie für 2026 beschlossen, nicht in der Superbike-Klasse anzutreten und sich stattdessen auf Sportbike und Supersport zu konzentrieren, aber höchstwahrscheinlich ist dies kein Abschied, sondern eher ein Bis bald-Moment.»
«Wenn wir die Sportbike-Klasse wieder im Griff haben und auch die Supersport-Klasse wieder unter Kontrolle ist, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir bis 2027 mehr R1 in der Euro Moto Superbike sehen werden», lautet der Plan aus Yamaha-Sicht. «Ich möchte jedoch betonen und darauf hinweisen, dass dies nichts mit der Euro Moto, dem Konzept, der Leistungsausgleichsregelung oder den Betriebskosten zu tun hat. Es ist lediglich eine unglückliche Kombination von Faktoren, die für 2026 zusammenkommen, da unsere Ressourcen und die der Teams auf die Einführung von zwei völlig neuen Motorrädern konzentriert waren.»
Australischer Euro Moto Support
Mit Max Stauffer hat Yamaha und das Team Apreco noch flott einen Sportbike-Piloten aus dem Hut gezaubert, der bei der R7-Entwicklung ordentlich mit anpacken soll. «Ich bin sehr stolz auf diesen Moment, da er den wahren Geist von Yamaha im Rennsport zeigt», versichert der Yamaha-Mann. «Nicht aufzugeben und zu kämpfen. Dass ein Team in drei Klassen mit unseren drei wichtigsten Rennmodellen antritt, berührt mich sehr, und ich kann es kaum erwarten, die Box am Sachsenring zu sehen. Außerdem würdigen wir ein besonderes Stück Geschichte, indem wir wieder einen australischen Fahrer auf einer Yamaha in der Euro Moto haben.»
«Wie wir wissen», führt er aus, «hatten die Australier schon immer eine besondere Verbindung zur deutschen IDM, und nun im ersten Jahr der Euro Moto einen australischen Fahrer dabei zu haben, ist etwas Einzigartiges und sehr gut für das Marketing, da es dieser Euro Moto-Klasse weltweite Aufmerksamkeit verschafft. Es gibt viele Menschen, denen wir danken müssen, die dies möglich gemacht haben. Zuallererst müssen wir Corine Brandhorst danken, da sie sich wirklich engagiert und die Verantwortung dafür übernommen hat, dass die Marke in den Sportbike-Bereich einsteigt. Zweitens Max Stauffer, der aus der Moto America kommt und diese Gelegenheit nutzt, um die R7 neben einer Saison in der Langstrecken-WM weiterzuentwickeln. Schließlich auch ein großes Dankeschön an Normann Broy von der Euro Moto, der es uns und dem Team ermöglicht hat, in drei verschiedenen Klassen anzutreten, da es eine logistische und auch marketingtechnische Herausforderung ist, während der Rennwochenenden den Fokus und die Qualität aufrechtzuerhalten, aber ich bin zuversichtlich, dass Yamaha, Team Apreco und Euro Moto hier an etwas Einzigartigem arbeiten und eine Marketingplattform schaffen, die dank der WSBK-Wildcard-Einsätze der Teams viele Fans nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa erreichen kann – und dank Max Stauffer, der nicht nur in seinem Heimatland Australien, sondern auch in Amerika und Japan an Popularität gewonnen hat, sogar weltweit.»
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