Champion Lando Norris: «Haben uns selbst die Chance auf den Sieg verbaut»
Formel-1-Weltmeister Lando Norris kam im Miami-GP nur 3,264 sec nach Sieger Kimi Antonelli über die Ziellinie. Der Sieg war in Greifweite, was erfreulich ist. Trotzdem ist der McLaren-Star enttäuscht.
In den ersten drei Grands Prix der Saison hatte Lando Norris keine Chance auf den GP-Sieg. Doch sein McLaren Team legte in der unfreiwilligen GP-Pause im April – die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien mussten wegen des Kriegs im Iran vorläufig abgesagt werden – nach und verbesserte den GP-Renner aus Woking. Mit Erfolg: Der Weltmeister setzte sich in Miami im Sprint-Qualifying gegen den Rest des Feldes durch und verwandelte den Vorteil der Pole im Mini-Rennen in einen Sieg.
Den GP musste er von der zweite Startreihe in Angriff nehmen. Und Norris schaffte es, den späteren Sieger Kimi Antonelli unter Druck zu setzen. Doch am Ende kam er 3,264 sec nach dem WM-Leader aus dem Mercedes-Team ins Ziel. Gefragt nach seinem Gemütszustand erklärte er hinterher: «Das kann man so oder so sehen. Ich denke, ich bin sehr zufrieden mit der aktuellen Situation, in der wir uns befinden. Denn wir kämpfen um Siege, und so gesehen war es ein starkes Wochenende.»
«Ich habe auch das Gefühl, dass ich das ganze Wochenende hindurch gute Arbeit geleistet habe, es gibt also viele positive Aspekte. Wir konnten uns deutlich verbessern und unser Tempo war auch klar schneller als in den vorangegangenen Rennen», fuhr der 26-Jährige fort. «Es ist also toll zu sehen, dass wir einen so grossen Fortschritt erzielt haben, und ich bin sehr stolz auf das Team und all die Arbeit, die es geleistet hat und die sich sofort ausgezahlt hat.»
Enttäuschung über späten Stopp
Gleichzeitig betonte Norris aber auch mit Blick auf den späten Boxenstopp, der es Antonelli erlaubte, vorbeizukommen: «Man muss sich aber auch immer die Frage stellen, ob man alles herausgeholt hat. Und da bin ich mir nicht sicher. Ich habe das Gefühl, dass wir besser hätten kämpfen können, statt den Undercut zuzulassen. Wir hätten gar nicht erst in die Situation kommen müssen, in die wir uns danach befanden.»
Der elffache GP-Sieger relativierte zwar: «Ich sage nicht, dass wir das Rennen gewonnen hätten, denn Kimi hat einen hervorragenden Job gemacht und sein Tempo war besonders am Ende der Stints unfassbar stark. Er hätte mich vielleicht später überholt, auch wenn ich früher an die Box abgebogen wäre. Aber wir hätten uns damit zumindest eine Chance verschafft, die wir uns diesmal selbst verbaut haben. Darüber bin ich etwas enttäuscht.»
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