NW200: Pole-Positions für Favoriten Harrison, Hickman, Dunlop und Seeley
Weil nach dem Todessturz von Kamil Holan der Rest des Trainings ausfiel, musste es am Nachmittag zu Lasten der Rennen der Klassen Superbike, Supersport und Superstock nachgeholt werden.
Nach dem Unfall im Superbike-Training am Donnerstagmorgen, der dem 48-jährigen Tschechen Kamil Holan das Leben kostete, konnte das Training nicht noch einmal aufgenommen werden. Viele Fahrer, darunter Michael Dunlop, Richard Cooper oder Peter Hickman hatten deshalb nicht die Möglichkeit, die für die Teilnahme erforderlichen Pflichtrunden zu absolvieren. Aus diesem Grund wurden die Sessions auf den Abend, an dem eigentlich bereits die Rennen der Klassen Superbike, Supersport und Superstock gefahren werden sollten, geschoben.
In der Superbike-Kategorie sicherte sich Dean Harrison mit seiner Zeit von 4:19,165 Minuten die Pole-Position. Für den Honda-Werksfahrer könnte es der erste Schritt zu seinem herbeigesehnten Premierensieg beim North West 200 sein. Glenn Irwin wird mit seiner Ducati neben ihm stehen und Richard Cooper (BMW), der am Vortag im Regen der Schnellste war, komplettiert die erste Startreihe. Josh Brookes (Honda), Michael Dunlop (Honda) und der überraschend schnelle Newcomer Storm Stacey (Ducati) bilden die zweite Reihe.
Gerade als Paul Jordan (Aprilia), in der Klasse Supertwin/Sportbike vom BBC-Kommentator zur Pole-Position gratuliert wurde, schaffte der für diese kleinen Motorräder eigentlich zu groß gewachsene Peter Hickman auf seiner Yamaha im letzten Moment eine Zeitenverbesserung, die ihm noch die erste Stelle einbrachte. Nicht weit dahinter lauern der 62-jährige Evergreen Jeremy McWilliams (Yamaha) und der NW200-Rekordsieger Alastair Seeley (Aprilia). Erfreulich die Platzierung von Mauro Poncini. Der Schweizer Aprilia-Pilot wird das Rennen von Position 8 in Angriff nehmen.
Dass er sich in der Klasse Superstock unbedingt die beste Startposition sichern wollte, war Michael Dunlop anzusehen. Als die Regenwolken bereits bedrohlich Richtung des Straßenkurses zogen, legte der BMW-Pilot alles in die Waagschale. Am Ende hatte er seinen Markenkollegen Richard Cooper um 0,404 Sekunden und Dean Harrison (Honda) um 0,897 Sekunden auf die Plätze 2 und 3 verwiesen. Storm Stacey (BMW), Josh Brookes (Honda) und Paul Jordan (Honda) werden aus der zweiten Startreihe ihre Chancen wahrnehmen.
Besonders knapp verlief das entscheidende Zeittraining bei den Supersportlern ab, das in der entscheidenden Phase vorzeitig abgebrochen wurde. Alastair Seeley distanzierte Michael Dunlop um lediglich 0,367 Sekunden, der seinerseits Dean Harrison (Honda) – der einzige Nicht-Ducati-Pilot in den Top-6 – um 0,227 Sekunden hinter sich ließ. Eine Sensation gelang Erno Kostamo als Viertem, der Ian Hutchinson und Paul Jordan hinter sich lassen konnte, mit einem Rückstand von nicht einmal einer Sekunde auf den Schnellsten.
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