Teaminterner Titelkampf der Mercedes-Stars: Warnung von David Coulthard
Kimi Antonelli konnte seine WM-Führung in Miami ausbauen. Sein erster Verfolger ist sein Teamkollege George Russell. Der könnte den WM-Traum von Mercedes platzen lassen, warnt David Coulthard.
Auch nach dem rennfreien April, den die meisten GP-Rennställe dazu nutzten, ihre Autos zu verbessern, stand am Ende ein Mercedes-Pilot auf dem höchsten Podesttreppchen. Zum dritten Mal in Folge setzte sich Kimi Antonelli gegen die Konkurrenz durch und feierte den GP-Sieg. Beim Saisonauftakt in Melbourne hatte sein Teamkollege George Russell noch triumphiert.
Der Brite tat sich schwer und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Dennoch bleibt er der erste Verfolger des Teenagers, der die WM nun mit 20 Punkten anführt. Und er könnte dem 19-Jährigen aus Bologna und seinem Team wichtige Punkte streitig machen, warnt David Coulthard im Podcast «Up To Speed».
Der Schotte sagt über den jungen WM-Leader: «Er wird erwachsen. Auch wenn er erst sein zweites Formel-1-Jahr bestreitet, kam er im Miami-GP gut mit dem Druck zurecht, den nicht nur Lando Norris verursacht hat. Kimi kämpfte überdies auch mit Getriebeproblemen.»
Und Coulthard betont: «Sein Renningenieur Bono hat ihn beruhigt, als er am Funk hektisch wirkte, während er versuchte, das Problem in den Griff zu bekommen. Ich bin mir sicher, dass sie darüber sprechen werden, denn ein Problem kann immer auftauchen. Als Fahrer musst du die Informationen an das Team weitergeben und dieses wird dann versuchen, eine Lösung für dich zu finden.»
Antonelli habe sich das Recht, die WM anzuführen, redlich verdient, stellt der ehemalige GP-Pilot klar. «Die Erwartung ist nun, dass er die Leader-Rolle im Team übernimmt und sich das auch in den Ergebnissen spiegelt – auch wenn das unangenehm für George wird», ist sich Coulthard sicher.
Russell habe nun die Aufgabe, sich wieder gegen Antonelli zu behaupten. «Er hat die Erfahrung und er hat die nötigen Fähigkeiten, um das Ruder rumzureissen», ist sich der 55-Jährige sicher. Allerdings könnte dies dem Team in die Quere kommen, denn die Konkurrenz schläft nicht, warnt der 13-fache GP-Sieger: «Beide können gewinnen, aber einer wird Erster sein, es können nicht beide gewinnen. Und während sie herauszufinden versuchen, wer die Nase vorn hat, holt die Konkurrenz auf.»
«Man schaue nur, wo McLaren vorher stand und wo das Team jetzt ist. Und auch, wie stark sich Ferrari und Red Bull Racing verbessern konnten. Es ist also durchaus knifflig, zu gewinnen, auch wenn man in dem Auto sitzt, das als das Beste angesehen wird. Es gibt viele Beispiele aus der Vergangenheit, bei denen es anderen nicht gelungen ist», mahnt der 246-fache GP-Teilnehmer.
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