Michael Dunlop abermals eine Klasse für sich, Chris Meyer guter 13.
Der Nordire fügt seiner Erfolgsbilanz einen weiteren Sieg hinzu. Er gewinnt die Lightweight Classic TT. Der Deutsche Chris Meyer schlägt sich in der Ultra Lightweight Classic TT wacker und wird 13.
Jedes Mal, wenn vor dem Start zur Lightweight Classic TT und Ultra Lightweight Classic TT auf der Glencrutchery Road die Motorräder für den Einsatz aufgewärmt werden, wird man an die Zeit erinnert, als es für die Fahrer auf ihren Zweitaktern bei der Tourist Trophy in diesen Klassen noch um WM-Punkte ging. Ab 1977 wurde der Große Preis von Großbritannien nicht mehr auf der Isle of Man, sondern in Silverstone ausgetragen.
Nicht nur wegen seiner überlegenen Trainingsbestzeit vor den beiden Yamaha-Piloten Mike Browne und Paul Jordan ist Michael Dunlop auf seiner Milenco-Honda der Favorit auf den Sieg in der Lightweight-Klasse. Immerhin hat der 37-jährige Nordire bei der Tourist Trophy bereits 36-mal die oberste Stufe des Podiums besteigen dürfen und ist damit der mit Abstand erfolgreichste Fahrer in der Geschichte des ikonischsten Straßenrennens der Welt.
Michael Dunlop wird Favoritenrolle gerecht
Dunlop unterstreicht, dass er am Sonntag nach der Formula One Classic TT auch zum zweiten Mal als Sieger beendet will. Aber Browne lässt sich nicht abschütteln. Gerade einmal eine halbe Sekunde beträgt der Vorsprung von Dunlop nach den ersten 60,725 Kilometern, doch seine Boxenmannschaft fertigt ihn um fast neun Sekunden schneller ab als die seines Konkurrenten. Michael Sweeney liegt mit 45 Sekunden Rückstand auf Platz 3.
Spätestens nach dem technisch bedingten Ausfall von Browne zwischen Ramsey und Bungalow ist der Weg frei für Dunlop. Sweeney übernimmt die zweite Position vor Chris Moore, Rhys Hardisty und Ryan Whitehall. Sein Rückstand beträgt vor der dritten und letzten Runde bereits über zwei Minuten.
Obwohl er sich auf die Verwaltung seines Vorsprunges konzentrieren könnte, denkt Dunlop gar nicht daran, sein Tempo zu drosseln. Die letzte Runde beendet er nach 19:00,637 Minuten und distanziert Sweeney um über drei Minuten. Nach dem Ausfall von Moore komplettiert Hardisty die Top-3. Sowohl Sweeney, als auch Hardisty werden sich ewig daran erinnern, auf dem Siegertreppchen neben der Road-Racing-Legende gestanden zu sein.
Ultra Lightweight Classic TT: Entscheidung in letzter Runde
In der Klasse Ultra Lightweight muss sich der Deutsche Chris Meyer mit seiner Honda 125 gegen die Übermacht an 400ccm-Motorrädern behaupten. Obwohl sein Motorrad einmal sogar kurz festging, schaffte er am Samstag zwei Runden auf dem Snaefell Mountain Course. Das reichte, sich im letzten Abdruck für das Rennen zu qualifizieren.
Weil er beim Boxenstopp wertvolle Zeit verliert, dauert es bis in die letzte Runde, dass sich Joseph Loughlin wieder vor Owen Monaghan an die Spitze des Feldes setzen kann. An der dritten Stelle folgt Paul Cassidy. In dieser Reihenfolge bekommt das Trio die Zielflagge. Meyer beendet das Rennen an der 13. Stelle.
Ergebnis Lightweight Classic TT, Isle of Man, 23.08.2026
1. Michael Dunlop (GB), Honda, 3 Runden in 57:44,357 min. 2. Michael Sweeney (IRL), Yamaha, 3min03,560 sec zur. 3. Rhys Hardisty (GB), Yamaha, +3min46,487 sec.
Ergebnis Ultra-Lightweight Classic TT, Isle of Man, 23.08.2026
1. Joseph Loughlin (IRL), Kawasaki 400, 3 Runden in 1:01:27,415 min. 2. Owen Monaghan (GB), Kawasaki 400, 22,369 sec. 3. Paul Cassidy (GBM), Yamaha 400, +71,804 sec. Ferner: 13. Chris Mexer (D), Honda 125.
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