Kimi Antonelli (2.): «Da wusste ich, dass ich keine Chance mehr hatte»
Kimi Antonelli konnte im GP von Zandvoort schon früh in Führung gehen, am Ende musste er sich aber mit der zweiten Position begnügen. Der WM-Leader erklärt, wann er seine Siegchance schwinden sah.
Kimi Antonelli kreuzte die Ziellinie am Ende eines langen, ereignisreichen GP in Zandvoort als Zweiter. Dass er nicht den letzten Top-3-Platz belegte, lag nicht zuletzt an seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell, der die Anweisung der Teamführung befolgte, den jungen WM-Leader vorbeizulassen. Dabei war ziemlich klar, dass dieser trotz frischerer Reifen keinen Angriff auf den Leader und späteren Rennsieger Lando Norris mehr schaffen würde. Dafür ging ihm schlicht die Zeit aus.
Zudem blieb Antonelli auf den letzten Runden auch nicht sorgenfrei. Er sprach von Aerodynamik-Problemen, die sein Renningenieur Pete «Bono» Bonnington mit Blick auf die Daten aber nicht bestätigen konnte. Am Ende kreuzte der Teenager die Ziellinie knapp 11,5 sec nach dem Sieger im McLaren. Danach erklärte er: «Das war ein sehr intensives Rennen.»
Und der Lockenkopf aus Bologna erzählte: «Ich schaffte es, in Führung zu ziehen, und im ersten Stint fühlte ich mich tatsächlich auch ganz gut, aber nach dem ersten Stopp fehlte mir das richtige Gefühl im Auto. Ich rutschte viel rum und am Ende kam Lando an mir vorbei. Da wusste ich, dass ich keine Chance mehr hatte. George war dann ein grossartiger Teamplayer, und ich freue mich auch wirklich, dass er den dritten Platz halten konnte.»
Letzteres war alles andere als selbstverständlich, denn Russell geriet mächtig unter Druck, sein früherer Teamkollege Lewis Hamilton kam im Ferrari mehrmals fast vorbei, eine späte virtuelle Safety-Car-Phase spielte Russell bei der Verteidigung des Podestplatzes schliesslich noch in die Hände.
Stolz durfte Antonelli auf seine beiden Starts sein (das Rennen wurde wegen des harten Unfalls von Max Verstappen unterbrochen). Denn mit dem Losfahren hatte sich der 19-Jährige bis vor kurzem noch schwer getan. «In dieser Hinsicht haben wir einen super Job gemacht und uns deutlich verbessert. Und das hat sich gelohnt, damit bin ich also wirklich zufrieden. Als Team müssen wir nun etwas mehr Zeit finden, denn McLaren hat einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wir müssen also weiter Gas geben.»
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