NW200, Supersport: Michael Dunlop siegt vor Dean Harrison und Josh Brookes
Es war ein Rennen, das an Spannung kaum zu übertreffen war. Michael Dunlop (Ducati) und Dean Harrison (Honda) lieferten sich ein packendes Duell, das durch die rote Flagge entschieden wurde.
Geht es nach den meisten Zuschauern, die zu zehntausenden am Streckenrand ihre Lieblingsfahrer anfeuern, dann soll Michael Dunlop das Supersport-Rennen für sich entscheiden. Der Ducati-Fahrer steht neben Polesetter Alastair Seeley auf Startplatz 2. Dean Harrison ist mit seiner Honda als Dritter der einige Fahrer, der in den ersten beiden Startreihen auf keiner Ducati sitzt.
Die größte Überraschung gelang Erno Kostamo im Training mit dem vierten Startplatz. Der Finne steht damit vor den NW200-Siegern Ian Hutchinson und Paul Jordan. Der Schweizer Mauro Poncini (Yamaha) und der Österreicher Julian Trummer auf seiner Smith-Racing-Triumph haben sich als 19. bzw. 25. ebenfalls im Vorderfeld qualifiziert und dürfen mit der ersten Welle ins Rennen gehen.
Das Beschleunigungsduell Richtung York Corner entscheidet Seeley für sich, Harrison verpasst seinen Bremspunkt und kann sich allerdings hinter Dunlop und Hutchinson an der vierten Stelle einreihen. Noch bevor es zum ersten Mal auf die Coast Road geht, hat Dunlop die Führung vor Harrison, Seeley sowie Hutchinson an sich gerissen.
Für Peter Hickman, der mit dem 22. Startplatz hinter den eigenen hochgesteckten Erwartungen geblieben war, und Kostamo ist das Rennen noch in der ersten Runde zu Ende. Trummer hat sich auf Rang 19 verbessert und Poncini liegt an der 26. Position, als der Sturz von Hutchinson zum zweiten Mal am heutigen Tag für einen Rennabbruch sorgt.
Den Neustart gewinnt abermals das Leichtgewicht Seeley, der sich des Angriffs von Dunlop nur kurz erfolgreich erwehren kann. Auf der ersten Runde tauschen die nordirischen Ducati-Piloten, das ermöglich ihren Gegnern auch, den Anschluss zu halten. Stand nach der ersten Runde: Dunlop vor Seeley, Harrison, Jordan, Cooper und Josh Brookes auf einer Suzuki.
Dunlop schafft es tatsächlich etwas von seinen Konkurrenten abzusetzen. Sein Vorsprung ist aber alles andere als beruhigend und könnte auf einem der langen Geraden durch geschicktes Fahren im Windschatten rasch wieder verringert werden, doch seine Ducati läuft gut.
Gerade einmal 0,440 Sekunden liegt der zur Halbzeit des über sechs Runden führenden Rennens vor Harrison. Seeley hat Platz 3 an Richard Cooper (Yamaha) verloren. Beide sind mit Brooks und Jordan in einen wilden Positionskampf um den letzten Platz auf dem Podium verwickelt, das Quartett schenkt sich keinen Zentimeter.
Obwohl Harrison mit 4:31,938 Minuten den Rundenrekord verbessert, bleibt Dunlop vor ihm. Die Entscheidung im Kampf um den ersten Platz fällt allerdings nicht auf der Strecke, sondern durch den erneuten Abbruch. Damit geht der Sieg an Dunlop und Harrison muss sich abermals mit einem zweiten Rang zufriedengeben. Der dritte Platz geht an Brooks.
Pos.
Name
Motorrad
1.
Michael Dunlop (GB)
Ducati
2.
Dean Harrison (GB)
Honda
3.
Josh Brookes (AUS)
Suzuki
4.
Alastair Seeley (GB)
Ducati
5.
Carl Phillips (GB)
Ducati
6.
Mictch Rees (NZ)
Honda
7.
Mike Browne (IRL)
Yamaha
8.
Dominic Herbertson (GB)
Triumph
9.
Pierre Yves Bian (F)
Triumph
10.
Michael Evans (GBM)
Triumph
13.
Mauro Poncini (CH)
Yamaha
23.
Julian Trummer (A)
BMW
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