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Martin gewann Le-Mans-Super-Sprint, Marquez mit Crash, Drama für Tech3

Vor frenetischen Fans in Le Mans ging das MotoGP-Feld mit zwei Franzosen in den Sprint. Zwanzig Minuten später ging Jorge Martin als Sieger über die Linie. Marc Márquez mit wildem Crash. Folger out.

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Die Ausgangslage vor dem fünften MotoGP-Sprint hatte nur bedingt etwas mit den Geschehnissen der Saison 2026 zu tun. Die Pole-Position durch Pecco Bagnaia ging als große Überraschung durch, es war die erste der laufenden Saison für den Neunten der Tabelle. Neben dem Italiener nahm gleich die zweite Werks-Ducati Aufstellung. Weltmeister Marquez hatte im Q1 den Streckenrekord gebrochen, war im Q2 aber langsamer. Damit ging der formell schnellste Pilot in Le Mans «nur» von Position 2 in den Sprint über 13 Runden.

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Als Dritter hatte sich WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi dazu eine blendende Ausgangsposition verschafft. In Reihe 2: Fabio Di Giannantonio, der in allen Le-Mans-Sitzungen immer nah der Spitze war, der aggressive KTM-Pilot Pedro Acosta und der erste Franzose. Der hieß aber nicht Zarco, sondern Quartararo. Der Yamaha-Pilot musste durchs Q1, zeigte sich am Sprint-Samstag aber blendend aufgelegt.

Zarco hingegen, Schnellster im Zeittraining, war im FP2 gestürzt und im Q2 nicht über Platz 11 hinausgekommen. 2025 ging der Veteran auf der LCR-Honda übrigens auch von Position 11 in die Rennen – und gewann den GP.

Interessant auch die Besetzung der dritten Startreihe mit Honda-Pilot Joan Mir, dem WM-Zweiten und Schnellstarter Jorge Martin und Trackhouse-Pilot Ai Ogura, ebenfalls auf Aprilia. Ganz hinten, nach einer dennoch souveränen Trainingsleistung, Deutschlands Beitrag zum «Michelin Grand Prix de France». Jonas Folger vertritt in Le Mans KTM-Tech3-Pilot Maverick Vinales.

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Bei perfektem Rennwetter gingen die 22 Piloten um 15 Uhr in die Aufwärmrunde. Dann der Start: Die lange Anfahrt in die trickreiche erste Schikane erreichte als Erster Marco Bezzecchi – doch mit einem sehenswerten Manöver tauchte Jorge Martin von außen vorbei und ging in Führung. Hinter dem Aprilia-Duo Pecco Bagnaia und unter dem Jubel der Fans Fabio Quartararo In Runde 2 ging Luca Marini zu Boden, Jonas Folger stürzte infolge ebenfalls.

Keinen guten Start erwischte Marc Márquez Der Weltmeister war zwar gut weggekommen, doch in den ersten Runden büßte «MM93» gleich vier Plätze ein. Während sich Jorge Martin Luft an der Spitze verschaffte, zog Bagnaia nach einem kleinen Fehler von Bezzecchi auf Rang 2 – und Acosta schnappte Fabio Quartararo. Johann Zarco wurde nur auf Platz 13 notiert.

Nach 4 Runden hatte sich Martin bereits eine Sekunde abgesetzt. Bezzecchi hinter Pecco Bagnaia auf 3, Marc Marquez auf Platz 7. Dann wurde das Drama für Tech3 komplett – Enea Bastianini stürzte in Runde 1 aus dem Sprint.

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Nicht besser erging es der VR46-Mannschaft. Erst flog Fabio Di Giannantonio ab, dann der Crash von Franco Morbidelli. Damit waren nur noch 17 Piloten im Rennen.

Zur Halbzeit des Le-Mans-Sprints zog Martin an der Spitze mit jetzt 1,2 sec Vorsprung seine Bahnen. Bagnaia hatte sich zudem eine Sekunde von Bezzecchi entfernt, dahinter Pedro Acosta, Quartararo, Mir und die Márquez-Brüder Doch zwei Runden vor der Flagge ereilte das Schicksal auch Ducati.

Marc Marquez, der noch am Morgen einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte, flog in Kurve 13 heftig von der Ducati. Der Weltmeister wurde vom leitenden MotoGP-Arzt begutachtet. Offensichtlich kam der Sprint-Sieger von Jerez ohne schwere Verletzungen davon. Zu schräg wurde es auch für Raul Fernandez. Der Trackhouse-Pilot flog ebenfalls kurz vor Schluss ab.

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Unglaublich, aber wahr: Der von Platz 7 gestartete «Martinator» gelang es, die Führung bis zur Ziellinie zu behalten. Martin gewann den Sprint 1,1 sec vor Bagnaia und Bezzecchi und verkürzte damit wieder den Rückstand auf den Tabellenführer. Pedro Acosta verpasste das Podium um eine Sekunde. Gefeierter Fünfter wurde Fabio Quartararo.

Bester Honda-Vetreter wurde Joan Mir, der die RC213V auf Rang 6 ins Ziel brachte, dahinter Ai Ogura und Alex Marquez. Nicht zufrieden auch Johann Zarco. Frankreichs MotoGP-Held fiel nach einem Fehler noch hinter Rookie-Teamkollege Moreira zurück und wurde 10. Wieder am Ende des Felds die drei Yamaha-Piloten Rins, Razgatlioglu und Miller.

In der WM-Tabelle verstärkte sich das Bild für Aprilia. Bezzecchi führt sechs Zähler vor Martin. KTM-Pilot Acosta zog wieder an Di Giannantonio auf Rang 3 vorbei. Marc Marquez ist weiter Fünfter der Tabelle. Auf Marco Bezzecchi fehlen nach 9 Rennen 51 Punkte.

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

01

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

13

19:46,830

1:30,561

02

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

13

+1,107

1:30,723

03

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

72

13

+2,786

1:30,873

04

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

13

+3,808

1:30,716

05

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo

Monster Energy Yamaha MotoGP

20

13

+4,402

1:31,079

06

Joan Mir

Joan Mir

Honda HRC Castrol

36

13

+4,630

1:30,802

07

Ai Ogura

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

79

13

+5,670

1:30,813

08

Alex Márquez

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

73

13

+6,608

1:31,273

09

Diogo Moreira

Diogo Moreira

LCR Honda

11

13

+10,368

1:31,276

10

Johann Zarco

Johann Zarco

LCR Honda

5

13

+11,771

1:31,439

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