Moto3-Qualifying, Le Mans: Fernandez (Honda) schnappte Quiles die Pole weg
Lange sah WM-Spitzenreiter Maximo Quiles auch im Moto3-Qualifying als überlegener Pilot aus. Doch im Finale wurde der CFMOTO-Pilot von Landsmann Adrian Fernandez auf der Leopard-Honda abgefangen.
Entgegen den düsteren Prognosen fand auch das Qualifying der kleinsten GP-Klasse nicht auf nasser Piste, sondern bei nur leichter Bewölkung und 20 Grad Lufttemperatur statt – ideale Bedingungen für das Moto3-Match um die besten Startplätze. Die bereits am Freitag definierte Q2-Meute von 14 Fahrern wurde mit vier weiteren Youngstern angereichert. Neben dem Zweiten der WM-Tabelle Alvaro Carpe und Leopard-Honda-Pilot Guido Pini hatten sich Adrian Cruces (CIP) und der Neuseeländer Cormach Buchanan die bessere Ausgangslage gesichert.
Trotz des geringen Zeitabstands standen vor dem Q2 zwei Piloten im Rampenlicht. Mit einer überragenden Teamleistung hatten die beiden Davids (Munoz und Almansa) des deutschen Intact-Teams um Peter Öttl im Zeittraining mit den besten Rundenzeiten geglänzt. Die große Frage, als die 18 Fahrer auf den Kurs gingen: Schafft es WM-Tabellenführer Maximo Quiles, die KTM-Markenkollegen von der Spitze zu verdrängen?
Die erste Ansage kam aus dem Honda-Lager. Aussie Joel Kelso ging mit einer 1:40,488 min in Führung Dahinter Alvaro Carpe. Quiles beendete den ersten schnellen Umlauf auf Platz 5. Doch schnell änderte sich das Bild. Als die Pirelli-Slicks volle Temperatur hatten, übernahm Quiles vor Teamkollege Marco Morelli die Spitze. Während die Rookies Pratama und Urirate auf 3 und 4 lagen, tauchte die erste Inact-KTM mit David Munoz auf Rang 7 auf. Noch weiter hinten, David Almansa auf Position 11.
Mit frischem Gummi ging es rund fünf Minuten vor Schluss der kurzen Einheit noch einmal mit frischem Reifenmaterial auf den Circuit Bugatti. Zunächst war es erneut Joel Kelso auf der Honda von Mlav Racing. Weit zurückgefallen ging es wieder auf Platz 6, dann sogar auf 2 hinter Quiles. Dann gelbe Flaggen – Guido Pini flog auf Platz 11 liegend ab. Es war der bereits zweite Crash des Tages für den Italiener.
Im Finale sah es nach einer Sensation aus, denn Rookie Brian Urirate tauchte auf Platz 1 auf den Monitoren auf. Doch der junge Ajo-Pilot hatte die Streckenbegrenzung überfahren, die Zeit wurde storniert. Damit sah es nach der Pole-Position für WM-Leader Quiles aus. Doch in der letzten Sekunde war Honda-Pilot Adrian Fernandez noch schneller: 1:40,044 min – Bestzeit!
Neben Quiles wird der Kelso aus Reihe 1 losfahren. Mit Morelli und Pratama schafften es wieder zwei Neulinge in die Startreihe 2. Zwischen den Rookies der beste Intact-Pilot, David Munoz. Teamkollege David Almansa erreichte nur Startplatz 13. Schlecht lief es für das französische CIP-Team. Erstmals mit beiden Fahrern im Q2 blieben Adrian Cruces und Scott Ogden nur die Ränge 17 und 18.
Leo Rammerstorfer verlor lediglich 0,8 s auf die beste Rundenzeit des Q1. Dennoch muss der Österreicher vom 25. und vorletzten Platz im Frankreich-GP starten.
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