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LiveWire: 100 Elektro-PS zum Dumping-Preis
Harley-Davidsons Vorstoß in die Elektromobilität ist eine Achterbahnfahrt. Nach exklusiven Preisen und homöopathischen Verkaufszahlen nun der Befreiungsschlag: Die LiveWire kostet noch 14.790 Euro.
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Es war das Jahr 2019, als in Milwaukee die Welt für Harley-Traditionalisten kurzzeitig stillstand. Harley-Davidson, die Marke der blubbernden V2-Motoren, präsentierte das Elektro-Motorrad LiveWire. Ein technisch beeindruckendes Naked-Bike mit 105 PS, bärigem Drehmoment und einem Sound, der eher an einen Kampfjet als an eine Fat Boy erinnerte. Es war ein Statement: Harley gestaltet die Zukunft. Doch das Preisschild von rund 33.000 Euro war eine Mauer, die nur wenige Enthusiasten überwinden wollten.
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Um die Elektro-Sparte agiler zu machen und die Kernmarke nicht weiter mit dem Elektro-Stigma zu belasten, gliederte Harley-Davidson die Sparte 2021 als eigenständige Marke LiveWire aus und benannte das einzige Motorrad im Modellprogramm um in LiveWire One. Die Technik blieb auf hohem Niveau: Ein 15,4 kWh großer Akku, Showa-Fahrwerk, Brembo-Bremsen und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund drei Sekunden. Doch während die Performance stimmte, blieben die Verkaufszahlen das Sorgenkind. Weltweit wurden 2024 lediglich 612 Einheiten abgesetzt, 2025 stieg diese Zahl nur minimal auf 653 Motorräder – Lichtjahre entfernt von den einstigen Träumen einer Massenproduktion. Die Preisentwicklung der LiveWire One in Deutschland ist eine Geschichte der radikalen Entwertung. Bei der Markteinführung wurden 32.900 € aufgerufen, die Umbenennung in LiveWire One ging einher mit einer Preissenkung auf 24.990 €, aktuell nun ein kaum je gesehener Wertzerfall: Der Listenpreis in Deutschland wurde auf 14.790 € gesenkt. Damit ist die LiveWire One nur noch 2500 € teurer als die LiveWire S2, die aber als A2-taugliches Elektromotorrad halb so viel Leistung bietet und somit mindestens eine Klasse unter der LiveWire One angesiedelt ist.
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Die Verkaufszahlen in Deutschland waren zuletzt ernüchternd: 2025 wurden lediglich 66 Maschinen neu zugelassen. Mit dem neuen Preisgefüge positioniert sich die LiveWire One aus der Luxus-Nische zum Prohibitivpreis direkt unter die Honda WN7, die für 15.400 € angeboten wird, aber nur 68 PS bietet.
Ob dieser massive Preisabschlag die Marke LiveWire rettet oder lediglich den Abverkauf zumindest der One einläutet, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Wer 100 Elektro-PS im hochwertigen Showa-Fahrwerk samt Brembo-Bremsen zum Preis eines Mittelklasse-Verbrenners will, sollte nicht zu lange zögern.
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