Superbike WM • Neu
Jetzt weiß Yamaha: Auch ein altes Motorrad kann die Top-5 erreichen
Wie Phillip Island ist auch die Rennstrecke in Portimão eine Herausforderung für die Superbike-Reifen von Pirelli. Das wirkt sich auf die verfügbaren Optionen für den Europaauftakt aus.
Schon seit einigen Jahren gibt es den Trend in der Superbike-WM zu immer weicheren Reifen. Damit ging eine Veränderung der Kräfteverhältnisse einher. Während Kawasaki besser mit den härteren Mischungen zurechtkam und zunehmend zurückfiel, konnten andere Hersteller das höhere Grip-Level der neuen Reifengeneration über die Distanz bringen und daraus Vorteil schlagen.
Aber diese Entwicklung kommt auf manchen Rennstrecken an ihre Grenzen. Etwa beim Saisonauftakt auf Phillip Island und auch am kommenden Wochenende in Portimão. Merkmale der Piste an der Algarve sind diverse Höhenunterschiede, ein relativ geringes Grip-Level und hohe Asphalttemperaturen. Die Quer- und Längsbelastung der Reifen ist hoch.
Der 2022 eingeführte SCQ-Hinterreifen, der in der Superpole sowie im Superpole-Race eingesetzt werden darf, wird aus Sicherheitsgründen nicht angeboten. Seine Aufgabe übernimmt der SCX, der wiederum nicht in den langen Hauptrennen verwendet werden darf. Derzeit im Fokus der Entwicklung steht bei Pirelli ohnehin die Front.
«Die Rennstrecke an der Algarve mit ihren Charakteristika und den Höhenunterschieden, die die Vorderreifen beim Bremsen stark beanspruchen, eignet sich in der Tat hervorragend, um die Leistung eines neuen Vorderreifens zu testen«, erklärte Giorgio Barbier von Pirelli. «Für den ersten europäischen Lauf entschieden wir uns, uns auf die Verbesserung unseres Vorderreifensortiments zu konzentrieren und die Spezifikation E1164 zu entwickeln. Diese Alternative zum serienmäßigen weichen SC1 zeichnet sich durch eine innovative Struktur aus, die die Stabilität beim Bremsen und in Kurveneingängen verbessert, sowie durch eine neue Gummimischung, die eine konstantere Performance über die Renndistanz gewährleisten soll.»
Es ist bemerkenswert, dass Pirelli auch im letzten Jahr als Einheitsausrüster der Superbike-WM an Entwicklungen arbeitet. Ab 2027 werden in der seriennahe Weltmeisterschaft Reifen von Michelin eingesetzt, während die Italiener in die MotoGP wechseln.
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