Nach Estoril-Rennen: FIM zerlegte Topraks BMW-Motor
Toprak Razgatlioglu (BMW) und Nicolo Bulega (Ducati) zeigten auch in Estoril, dass sie derzeit die herausragenden Superbike-WM-Piloten sind. Die Titelentscheidung ist auf das Finale in Jerez vertagt.
Von den 33 Rennen dieser Saison gewann 21 Toprak Razgatlioglu und 11 Nicolo Bulega. Der einzige andere Sieger ist Andrea Locatelli (Yamaha), der Platz 1 im zweiten Hauptrennen in Assen erbte, als Bulega mit technischen Problemen in Führung liegend ausfiel.
Beim vorletzten Saisonevent in Estoril nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon triumphierte in den ersten zwei Läufen Razgatlioglu, im zweiten Hauptrennen am Sonntag schlug Bulega zurück.
Der Rückstand des Italieners wuchs um weitere drei Punkte auf jetzt 39 an. Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale am kommenden Wochenende in Jerez: Kommt Toprak im ersten Rennen vor Bulega ins Ziel, ist er zum dritten Mal Weltmeister. Verliert er am Samstag weniger als zwei Punkte auf den Italiener, dann ebenfalls. Aber stürzt der Türke oder hat einen Ausfall, und Bulega gewinnt, dann ist die WM plötzlich wieder offen.
"Das war ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Titel, ein nahezu perfektes Wochenende für uns", sagte Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport. "Mit zwei ersten Plätzen und einem zweiten können wir nun mit einem sehr guten Punktevorsprung nach Jerez reisen. Die Leistung von Toprak war einmal mehr außergewöhnlich. Gleichzeitig muss man aber auch die Performance von Nicolò Bulega betonen. Was die beiden in den Rennen mit einem großen Vorsprung auf den Rest des Feldes gezeigt haben, war auf einem anderen Level. Wir werden jetzt in Berlin, München, England und an der Strecke noch mal alles in Bewegung setzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein."
Technikchef Christian Gonschor ergänzte: "Toprak hat in jedem Rennen seine Professionalität gezeigt und wusste im zweiten Hauptrennen, dass auch der zweite Platz sehr wichtig für die Weltmeisterschaft ist, für das große Ziel. Er ist kein unnötiges Risiko eingegangen, um Platz 1 zu holen. Mit Blick auf Jerez freuen wir uns auf ein spannendes Finale, verbunden mit einem großen Dank an die Organisatoren und die FIM, die mit ihren Kontroll- und Regelmechanismen für einen fairen Wettbewerb sorgen. Dieser begeistert die Fans vor Ort und am TV mit zwei grandiosen Fahrern an der Front."
Worauf der Bochumer anspielt: Regelmäßig werden die technischen Kommissare der FIM von den Mitbewerbern angestachelt, BMW auf die Finger zu schauen. Nach den Rennen in Frankreich wurde der verwendete Sprit einer chemischen Analyse unterzogen, nach Estoril ein Motor zerlegt. Wie schon
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