Erstaunlich: Neue Ducati V4 darf 16.350/min drehen!
190 Minuten vor Beginn der offiziellen Superbike-WM-Tests auf Phillip Island veröffentlichte der Motorrad-Weltverband FIM die neuen Maximaldrehzahlen für BMW, Ducati und Kawasaki.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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BMW, Ducati und Kawasaki haben für die Superbike-WM 2019 ein neues Motorrad homologieren lassen. Weil es seit 2018 für jeden Hersteller eine vorgeschriebene Maximaldrehzahl gibt, musste für diese drei vom Motorrad-Weltverband FIM ein neuer Wert festgelegt werden. Für gewöhnlich homologieren die Hersteller ihre Motorräder im Januar. Weil die Weltmeisterschaft aber jedes Jahr bereits am letzten Februar-Wochenende beginnt, blieb der FIM nur sehr wenig Zeit für ihre Prüfstandstests. Mickrige 190 Minuten (!) bevor am Montagmorgen auf Phillip Island die offiziellen Testfahrten von WM-Promoter Dorna begannen, wurde die Drehzahlliste für die ersten drei Events des Jahres veröffentlicht.
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Das Reglement besagt zwar, dass eine drei Prozent höhere Drehzahl als in der Serienmaschine erlaubt ist. Weil sich Dorna und FIM aber vorbehalten die Maximaldrehzahl nach ihrem Gutdünken festzulegen, im Fahrerlager spricht man vom "Gott-Paragraphen", lassen sich die Werte nicht einfach rechnerisch ermitteln. Die nun festgelegten Werte liegen allerdings nur knapp unter jenen, die bei Addition von drei Prozent herauskommen. Zum Ende der Saison 2018 sahen die Maximaldrehzahlen wie folgt aus: BMW 14.950/min MV Agusta 14.950/min Aprilia 14.700/min Yamaha 14.700/min Suzuki 14.700/min Honda 14.550/min Kawasaki 14.100/min Ducati Twin 12.400/min
Aprilia und MV Agusta behalten ihre Werte, sind in der WM 2019 aber nicht dabei. Suzuki bekam 200/min mehr, obwohl sie kein neues Motorrad haben, der Hersteller aus Japan fehlt aber ebenfalls in SBK. Für Honda und Yamaha geht es mit dem letztjährigen Drehzahllimit weiter. Die neue Ducati Panigale V4 darf erstaunliche 16.350/min drehen, die neue BMW S1000RR 14.900/min und die neue Kawasaki ZX-10RR 14.600/min. BMW verliert gegenüber 2018 minimale 50/min, Kawasaki bekommt 500/min mehr. Die Ducati-Modelle lassen sich nicht vergleichen, weil der Hersteller aus Bologna nach Jahrzehnten mit einem Twin erstmals mit einer Vierzylindermaschine dabei ist.
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Es ergibt sich folgende Tabelle: Ducati 16.350/min MV Agusta 14.950/min BMW 14.900/min Suzuki 14.900/min Aprilia 14.700/min Yamaha 14.700/min Kawasaki 14.600/min Honda 14.550/min
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Schaut man sich die Leistungskurven der verschiedenen Maschinen an, stellt man fest, dass die Ducati V4 wie kein anderes Bike von der Drehzahl lebt. Während die Kawasaki ihre Maximalleistung bei 13.500/min und die BMW bei 13.800/min hat, erreicht die Ducati ihren Spitzenwert bei 15.250/min.
Die jetzt festgelegten Werte gelten für mindestens die ersten drei Events auf Phillip Island/Australien, in Buriam/Thailand und Aragon/Spanien. Im Lauf der Saison wird von der FIM alle drei Events geschaut, ob das Verhältnis zwischen den Herstellern stimmt. Ist ein Hersteller zu erfolgreich oder zu schlecht, bekommt er 250/min weniger oder mehr verordnet. Das bezieht sich jeweils auf alle Motorräder eines Herstellers im Feld und wird anhand eines komplizierten Algorithmus ermittelt, in dem folgende Ergebnisse berücksichtigt werden:
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a) Rundenzeiten relativ zu allen Mitbewerbern b) Geschwindigkeitsmessungen c) Anzahl Fahrer pro Hersteller d) Erwartete Fahrer-Performance I) pro Strecke II) verglichen mit vorangegangenen Rennen
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e) Rennergebnisse f) Führungsrunden g) Gesamtzeit im Rennen h) Änderungen in der erlaubten Maximaldrehzahl
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i) Neigung zu Ergebnissen, welche die aktuelle Leistung widerspiegeln j) Erlaubte Verwendung von Konzessionsteilen
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