Mick Doohan über F1-Aus von Sohn Jack: «Unfair von Anfang an»
MotoGP-Ikone Mick Doohan nimmt klar Stellung zum Aus seines Sohnes Jack als Stammfahrer in der Formel («unfair») und verpasst Jack Doohans früherem Team Alpine dabei noch einen Seitenhieb.
Die kurze Formel-1-Karriere von Jack Doohan ist ein Auf und Ab gewesen. Unglücklicherweise für den Australier mit mehr Ab als Auf. Nach sieben GPs war sie vorbei – zumindest vorerst.
Jack Doohan, Sohn von MotoGP-Legende Mick Doohan, war zunächst Nachwuchsfahrer bei Alpine und wurde Ende 2024 kurzfristig ins Stammcockpit befördert. Im letzten Rennen 2024 in Abu Dhabi ersetzte er Esteban Ocon, dessen Vertrag bei Alpine nicht verlängert worden war. Die ersten sechs Rennen 2025 fuhr Doohan dann auch als Stammfahrer für das französische Team – allerdings mit dem ständigen Druck, durch Franco Colapinto ersetzt zu werden. Damit hatte Team-Berater Flavio Briatore, gleichzeitig auch Manager von Doohan, öffentlich geliebäugelt.
So geschah es dann nach dem Miami-GP im Mai letzten Jahres auch. Doohan wurde von Alpine vor die Tür gesetzt. Der Traum von der Formel 1 schien vorbei. Doohan tritt 2026 in der Europäischen Le-Mans-Serie an, fährt dort für Nielsen Racing in der LMP2-Klasse. Dieses Wochenende stehen die 4 Stunden von Barcelona für ihn an. Einen Fuß hat er noch in der Formel-1-Tür: Er ist Reservepilot für Haas, würde also einspringen, wenn einer der beiden Stammpiloten ausfallen sollte. Ironie des Schicksals: Neben Oliver Bearman ist inzwischen ausgerechnet Esteban Ocon als Stammpilot bei Haas untergekommen.
Mick Doohan: Jack-Aus «unfair von Anfang an»
Der Stachel der unsanften Entlassung von Jack Doohan scheint auch bei Vater Mick Doohan noch tief zu sitzen. Bei unseren Kollegen von der spanischen Marca sagte der frühere MotoGP-Pilot jetzt zum F1-Aus seines Sohnes: «Ich finde, das war unfair. Das war es von Anfang an. Sie haben einen Fahrer noch vor Saisonbeginn ersetzt. Und das war es im Grunde genommen auch schon.»
Der Australier stellte klar: «Mein Sohn hatte einen langfristigen Vertrag, er ist der erste Juniorfahrer bei Alpine gewesen. Es war klar, aus Gründen, die ich nicht sagen kann, dass man eine andere Richtung eingeschlagen hat. Und das war’s.»
Doohan deutet an: Ein Team, das sich besser an Verträge hält...
Mick Doohan betonte: «Jack ist ein starker junger Mann. Er fährt gerade in Barcelona Rennen. Er ist jetzt bei Haas F1 als Ersatzfahrer und versucht, sich einen Platz zu sichern, vielleicht bei einem Team, das sich besser an Verträge hält.» Ein kleiner Seitenhieb gegen Alpine…
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