Ducati überragend: Weltverband wird für Assen und Balaton die Bremse ziehen
Ist ein Motorrad in der Superbike-WM technisch überlegen, greift die Balance-Regel, um so für spannende Rennen zu sorgen. Ducati bekommt demnächst mitgeteilt, wie es in den nächsten Events weitergeht.
Vizeweltmeister Nicolo Bulega ist seit dem 12. Oktober 2025 unbesiegt und hat saisonübergreifend zehnmal in Folge gewonnen. Gelingt dem Italiener ihn Assen Mitte April ein weiterer Dreifachsieg, zieht er mit Rekordhalter Toprak Razgatlioglu gleich.
Doch nicht nur Bulega ist mit der neuen Ducati Panigale V4R stark: Mit Iker Lecuona (2.), Sam Lowes (6.), Lorenzo Baldassarri (7.), Yari Montella (9.) und Alvaro Bautista (10.) liegen insgesamt sechs Ducati-Fahrer in den Top-10 der Gesamtwertung.
Von 18 Podestplätzen in den ersten sechs Rennen der Saison eroberte zwölf Ducati, jeweils drei gingen an Bimota auf Phillip Island und an BMW in Portimao.
Zum Start der Saison 2026 galten für die Hersteller folgende maximale Kraftstoffdurchflussmengen:
Yamaha 46,5 kg/h
Honda 46,5 kg/h
Bimota 46 kg/h
Kawasaki 46 kg/h
BMW 45 kg/h
Ducati 45 kg/h
Alle zwei Veranstaltungen hat der Motorrad-Weltverband FIM die Möglichkeit, die Spritdurchflussmenge anzupassen, wenn der komplizierte und für Außenstehende nicht nachvollziehbare Algorithmus ausspuckt, dass ein Motorrad gegenüber den Gegnern zu stark ist.
Eine solche Überperformance zieht eine Spritreduktion von 0,5 kg/h nach sich. Es gibt sogar den Hebel, dass die FIM in Absprache mit Promoter Dorna Ducati zusätzliche 0,5 kg/h, also insgesamt 1 kg/h, abzieht, wenn sie die Ausgeglichenheit der Meisterschaft gefährdet sieht.
Das Reglement sieht aber nicht nur Bestrafungen vor, diese sind nur das letzte Mittel, um kurzfristig in die Balance eingreifen zu können. Ist ein Hersteller nicht konkurrenzfähig, erhält er Zugeständnisse, die es ihm erlauben, technische Änderungen an seinem Motorrad vorzunehmen, die laut normalem Reglement verboten sind.
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