Vowles: Hamilton hielt Mercedes nach Abu Dhabi 2021 als Leader zusammen
Als Lewis Hamilton sich in der letzten Runde in Abu Dhabi 2021 Max Verstappen geschlagen geben musste, war James Vowles bei Mercedes. Er erinnert sich an Hamiltons Sportgeist nach der Niederlage.
Jeder, der damals schon die Formel 1 verfolgt hat, erinnert sich noch genau, wo er das Abu-Dhabi-Rennen 2021 verfolgt hat (die Autorin dieses Artikels schaute die entscheidenden Momente im Media-Pen des Fahrerlagers von Abu Dhabi). Auch der heutige Williams-Teamchef James Vowles erinnert sich natürlich noch genau. Der Brite war damals noch bei Mercedes. Im Padel-Vlog von Frankie Langan sprach der Ingenieur nun über die legendäre Nacht vom 12. Dezember 2021, die für ihn persönlich schmerzhaft war – ihn aber Lewis Hamilton auf eine ganz neue Weise bewundern ließ.
WM-Kampf bis aufs Messer
Vowles erinnert sich: «In dem Jahr haben wir bis aufs Messer mit Max Verstappen und Red Bull Racing um beide Weltmeisterschaften gekämpft.» Der Brite betont, wie viel Herzblut alle in diesen Titelkampf gesteckt hatten: harte Arbeit, lange weg von zu Hause, so viel Zeit und Energie. Daher tat die denkbar knappe Niederlage besonders weh.
Jeder Formel-1-Fan erinnert sich: Hamilton lag im finalen Rennen in Abu Dhabi 2021 vor Max Verstappen, war auf Kurs zu seinem achten WM-Titel. Dann verunfallte Nicholas Latifi und löste das wohl kontroverseste Safety-Car in der Formel-1-Geschichte aus. Rennleiter Michael Masi gab eine Runde vor Ende des Rennens das Racing wieder frei. Verstappen hatte sich mit einem Boxenstopp den Reifenvorteil gesichert, beide Fahrer waren direkt hintereinander – und Verstappen überholte auf den letzten Metern der Saison Lewis Hamilton, krönte sich zum ersten Mal zum Weltmeister – und beendete Lewis Hamiltons Traum vom Rekord-Titel.
Vowles: Hamiltons Umgang mit der Situation bewundernswert
Vowles: «Es tut mir leid für Lewis, weil es etwas war, das direkt vor ihm lag. Das ist für mich das, was ich am meisten aus dieser Situation mitgenommen habe. Wie er damit als Sportler umgegangen ist.» Der Umgang mit dieser brutalen Niederlage sei für ihn auch einer der Gründe, warum für ihn Hamilton einer der besten Fahrer sei.
Hamilton wurde zum Leader, hielt Mercedes zusammen
Vowles: «Es gibt Situationen, in denen kommt man einfach nicht zurecht mit dem, was passiert ist. Das war nicht er. Er war am Ende einer der stärksten Leader, der uns als Team zusammengehalten haben. Das war natürlich eine extrem harte Phase. Wie er damit umgegangen ist, das macht einen wahren Champion für mich aus – völlig unabhängig von dem, was auf der Strecke passiert ist.»
Es klingt mehr als durch: Vowles hadert mit der Regelauslegung durch Rennleiter Michael Masi an jenem Abend. Wichtig ist Vowles aber zu betonen: «Max und Red Bull Racing waren da, haben gekämpft. Und selbst, wenn Abu Dhabi nicht stattgefunden hätte, hätte Max die Weltmeisterschaft gewonnen.» Verstappen und Hamilton waren punktgleich ins WM-Finale gegangen, allerdings mit Verstappen als WM-Leader, weil er im Laufe der Saison mehr Siege als Hamilton eingefahren hatte. Schließlich entschied Verstappen das Titel-Duell auf der Strecke – in einem der legendärsten Finalrennen der Geschichte des Sports.
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