Husarenritt von Garrett Gerloff (5.): Kawasaki erster Ducati-Verfolger!
Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff fuhr bei der Superbike-WM in Ungarn ein starkes Sonntags-Rennen und ließ als Fünfter alle Yamaha-, Bimota- und Honda-Piloten hinter sich.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Nach einer durchwachsenen Vorstellung am Samstag präsentierte sich Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff bei der Superbike-WM im Balaton Park am finalen Renntag deutlich konkurrenzfähiger. Im zweiten Hauptrennen kam der US-Amerikaner als bester Nicht-Ducati-Pilot ins Ziel und bescherte seinem Team ein Top-5-Ergebnis.
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«Heute habe ich mich viel besser gefühlt als zuletzt in Assen», kommentierte Gerloff in seiner Medienrunde am Sonntagnachmittag. Dieser fünfte Platz war für Gerloff ein wichtiger Befreiungsschlag, denn zuletzt lief wenig rund. In Assen zweifelte er, ob er noch schnell genug ist, um in der Superbike-WM mitzumischen. Balaton-Performance beseitigte Gerloffs Zweifel «Assen war eines der schlechtesten Rennwochenenden, die ich in meiner Superbike-WM-Karriere je hatte. Es war seltsam: Es fühlte sich alles gut an, doch wir waren sehr langsam. Es bescherte mir Kopfzerbrechen. Es ist so schwierig für einen Fahrer, wenn man sich nicht sicher ist, ob man seinen Speed verloren hat», gestand Gerloff.
«Hier habe ich mich nach jeder Änderung, die wir am Motorrad gemacht haben, besser gefühlt. Mit einem Top-5-Ergebnis das Wochenende zu beenden, ist eine der besten Sachen, die ich für mich und das Team machen kann. Es schenkt uns sehr viel Motivation, den Rest der Saison über stark zu sein», freute sich der Kawasaki-Pilot.
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Warum am Sonntag plötzlich der Knoten platzte Aber warum war er am Sonntag so viel stärker als am Samstag? «Wir haben einige Änderungen gemacht, die anders waren als das, was man in der Vergangenheit an der Kawasaki gemacht hat», verriet Gerloff auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com und fügte hinzu: «Es waren Änderungen an der Geometrie, die mir ein deutlich besseres Gefühl gegeben haben. Ich war am Kurveneingang stärker. Zudem neigte das Motorrad nicht so stark zu Wheelies. Das verbesserte meine Beschleunigung. Die Wheelies bereiteten mir zuvor viele Probleme. So konnte ich näher an den Fahrern vor mir dran bleiben und sie dann ausbremsen. Dieses Motorrad ist auf der Bremse so gut.»
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Etwas frustriert war Gerloff allerdings auch. Hätte man diese Änderung eher gemacht, wäre er in Lauf 1 stärker gewesen. Ob die späte Anpassung auch mit seiner Rolle als alleiniger Kawasaki-Pilot im Feld zusammenhängt? «Vermutlich, ja. Ich kann mir die Daten der Bimotas anschauen. Das hilft, denke ich. Doch sie haben ein komplett anderes Chassis. Der Motor ist gleich. Doch die unterschiedlichen Chassis können für große Unterschiede sorgen», schilderte er.
Gerloffs Hoffnung ist, in der Superbike-WM 2027 weiterhin für Kawasaki zu fahren, dann aber für ein Zwei-Fahrer-Team. «Es wäre super, einen starken Teamkollegen zu haben, damit ich mich vergleichen kann. Ich hoffe, dass es im kommenden Jahr, sofern ich dann noch für dieses Team fahre, mich und einen anderen Fahrer gibt», so der US-Amerikaner.
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