Lecuona: Frust und Freude – klare Kritik an Entscheidungen der Stewards
Iker Lecuona holte bei der Superbike-WM in Ungarn erneut zweite Plätze und rückte näher an Nicolo Bulega heran. Sportlich zufrieden – doch die Entscheidungen der Stewards sorgen für deutlichen Unmut.
Mit dem nächsten zweiten Platz hat Iker Lecuona seine Serie in der Superbike-WM weiter ausgebaut: Neunmal in Folge stand der Ducati-Werkspilot nun als Zweiter auf dem Podium. Auch beim Rennwochenende in Ungarn bestätigte der Spanier seine starke Form und festigte Rang 2 in der Fahrerwertung.
Dabei war Lecuona so nah dran an Teamkollege und
Im entscheidenden Rennen fehle die nötige Energie
Schon vor dem Wochenende hatte sich sein Gesundheitszustand als schwierig erwiesen: «Bereits vor dem Wochenende habe ich angemerkt, dass es mir nicht gut geht. Am Donnerstag ging es mir richtig schlecht und am Freitag hatte ich stark zu kämpfen. Zwischen dem Sprint und dem zweiten Hauptrennen konnte ich mich nicht ausreichend erholen. Es fühlte sich an, als hätte ich bereits ein langes Rennen beendet.»
Die Konsequenz: In der Schlussphase musste Lecuona seinen Teamkollegen ziehen lassen. «In den letzten Runden musste ich Tempo rausnehmen. Mir unterliefen einige Fehler, weil ich müde war und mich nicht mehr konzentrieren konnte.»
Dennoch setzte er Bulega zeitweise unter erheblichen Druck – und ist überzeugt, dass der Italiener ans Limit gehen musste: «Nicolo hat richtig gute Arbeit geleistet. Vor mir machte er beinahe einige Fehler. Ich setzte ihn stark unter Druck. Das macht mich auch richtig happy, denn er musste an sein Limit gehen.» Und weiter: «Es war kein einfaches Rennen für ihn. Das kann ich sagen, weil ich einige Saves bei ihm sah. Er war am Limit!»
Trotz der erneuten Podestplatzierung bleibt bei Lecuona ein ambivalentes Gefühl, auch weil sein Teamkollege weiterhin ungeschlagen ist: «Er fährt bereits seit fünf Jahren für Ducati. Für mich war es das vierte Rennen mit Ducati. Ich muss happy sein. Natürlich bin ich frustriert, weil ich gewinnen will. Doch ich muss happy sein. Das ist die Realität.»
Harte Kritik an den Stewards: «Keine Strafe für mich!»
Für deutliche Worte sorgte der Spanier hingegen in Richtung Stewards. Besonders die Strafenpolitik stößt ihm sauer auf – vor allem nach der Sanktion gegen Andrea Locatelli im Sprint sowie seiner eigenen Strafe in der Superpole: «Ich stimme den Entscheidungen der Renndirektion überhaupt nicht zu – das gesamte Wochenende über nicht!»
Lecuona kritisierte die zunehmende Härte bei der Bewertung von Rennsituationen, wie der Kollision zwischen Miguel Oliveira, Andrea Locatelli und Sam Lowes: «Es war die erste Runde, zwei Fahrer kamen von der Linie ab und dann waren sie zu dritt nebeneinander. Eine Strafe ergibt keinen Sinn. Sam fuhr auf seiner Linie und Loka kehrte auf die Linie zurück. Es war nicht so, dass er vollkommen von der Strecke abkam. Es war keine Strafe für mich.»
Und er wurde noch deutlicher: «Alle Strafen, die zuletzt ausgesprochen wurden, waren zu hart. Motorradrennen sind ein gefährlicher Sport, doch es sollte Kontakt geben. Ich stimme nicht zu, dass man alle Aktionen bestrafen sollte.»
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