Sofuoglu fuhr in Petruccis Oberschenkel – Ärzte sprachen Startverbot aus!
BMW musste bei der Superbike-WM in Ungarn auch auf Danilo Petrucci verzichten: Eine Kollision im Sprint hatte eine Prellung und massive Schmerzen zur Folge. BMW gab ein erstes Update zur Situation.
Das BMW-Werksteam konnte bei der Superbike-WM im Balaton Park bereits nach dem Superpole-Rennen am Vormittag zusammenpacken.
Yamaha-Pilot Bahattin Sofuoglu war mit seinem Vorderrad in Petruccis linken Oberschenkel gefahren. Beide Fahrer blieben sitzen, doch der Einschlag war derart heftig, dass die Ärzte im Medical Center ein Startverbot für Lauf 2 am Nachmittag aussprachen.
BMW hofft auf Petrucci-Comeback in Most
«Für Most wird er wieder okay sein», bemerkte BMW-Motorsport-Direktor Sven Blusch beim Treffen mit den Medienvertretern in Ungarn. «Bahattin traf ihn auf der linken Seite. Die Prellung an seiner Hüfte war zu stark. Deshalb wollten sie nicht, dass er heute weitermacht.»
«Er fuhr mit starken Schmerzen. Rückblickend war es verrückt, dass er das Rennen beenden konnte», staunte Blusch und lobte das Durchhaltevermögen seines Fahrers: «Er hatte nach dem Rennen starke Schmerzen. Es war das Adrenalin, das ihn angetrieben hat. Danilo ist ein Monster, wenn es um so etwas geht.»
«Doch nach dem Rennen ging er ins Medical Center, um sich sicherheitshalber untersuchen zu lassen. Dort wurde entschieden, dass er den Tag vorzeitig beenden muss. Für Most sollte er aber okay sein. Wir denken, dass er dort wieder fahren kann», zeigte sich Blusch zuversichtlich über die Genesung des Italieners.
Muss sich Michael van der Mark für Most bereitmachen?
Unklar ist die Situation bei Oliveira. Der Portugiese zog sich eine Schulterverletzung zu und kann sich nicht an den Sturz erinnern. Er schlug hart mit dem Helm auf den Asphalt auf, es wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert.
Kann sich BMW-Testpilot Michael van der Mark bereit machen, um in Most einzuspringen? «Noch ist es zu zeitig, um darüber zu sprechen. Aber ja, Mickey ist unser Testfahrer und parallel dazu auch unser Ersatzfahrer. Das haben wir kommuniziert. Er könnte also eine Option sein. Doch wir müssen abwarten, wie sich die Situation bei Miguel entwickelt. Mit Sicherheit versuchen wir unser Bestes, um ihn wieder in Most dabei zu haben», so Blusch.
Zum Zeitpunkt des Interviews wurde Oliveira im Krankenhaus untersucht. Blusch erwartet, dass es erst am Montag neue Informationen zur Situation geben wird.
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