Hinter verschlossenen Türen: Letzter BMW-Test 2024
Von Mittwoch bis Freitag fahren zum letzten Mal in diesem Jahr Motorräder aus der MotoGP- und Superbike-WM in Jerez. BMW bereitet die neue M1000RR für die im Februar beginnende Saison 2025 vor.
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Seit der werksseitigen Rückkehr in die Superbike-WM 2019 hat BMW wie kein anderer Hersteller in der seriennahen Meisterschaft investiert und wurde in dieser Saison dank Toprak Razgatlioglu mit dem Titel belohnt.
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2025 sehen wir das vierte neue Homologationsmodell in sieben Jahren, die nächstjährige M1000RR wurde Ende Oktober vorgestellt – und wird seit Monaten intensiv für den Rennsport vorbereitet. Denn BMW will das Zepter nicht gleich wieder aus der Hand geben, sondern den WM-Titel 2025 erfolgreich verteidigen. Änderungen am Serienmodell wie der Kurzhub-Gasgriff oder elektronische Schmankerl wie die Slide-Control und Brake-Slide-Assist haben auf das Rennmotorrad keine Auswirkung. Die gesteigerte Motorleistung, der höhere Abtrieb und der Flex-Rahmen sorgen hingegen für eine bessere Basis.
Im Zuge der aerodynamischen Weiterentwicklung wurden die Winglets neu konstruiert und produzieren stärkeren Abtrieb – sowohl bei aufrechter Fahrweise als auch in Schräglage. Gleichzeitig konnte die Wheelie-Neigung reduziert werden. Obwohl die aerodynamische Abtriebslast bei 300 km/h von vormals 22,6 auf 30 kg erhöht wurde, stellen sich keine Einbußen bei der Höchstgeschwindigkeit ein.
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Anpassungen erfuhr auch der Flex-Rahmen: So wurden die Steifigkeit im Lenkkopfbereich optimiert und ein oberer Befestigungspunkt auf der linken Seite des Motors vom Zylinderkopf zum Motorgehäuse verlegt.
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Vom 11. bis 13. Dezember wird auf dem Circuito de Jerez hinter verschlossenen Türen getestet, neben dem MotoGP-Testteam von KTM mit Dani Pedrosa und Pol Espargaro ist nur BMW dabei. Während die beiden Testfahrer Markus Reiterberger und Sylvain Guintoli an allen drei Tagen im Einsatz sind, fuhren die Stammpiloten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark nur am Mittwoch.
"Das war ein produktiver Test, kalt aber aufschlussreich", urteilte der Technische Direktor Chris Gonschor gegenüber SPEEDWEEK.com. "Wir sammelten gute Daten und haben Hausaufgaben mitgenommen. Das ist eine gute Basis für die Performance-Tests im Januar." Am 22./23. Januar wird BMW zusammen mit den meisten anderen SBK-Teams in Jerez testen, am 28./29. Januar in Portimao. Dann wird das Material nach Australien geschickt, wo am Wochenende 21.–23. Februar die Weltmeisterschaft 2025 beginnt. Am Montag und Dienstag davor ist auf Phillip Island der letzte Vorsaisontest.
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Razgatlioglu wurde am vergangenen Wochenende vom Weltverband FIM in Palma de Mallorca für seinen zweiten WM-Titel nach 2021 mit Yamaha geehrt. Bei der stilvollen Veranstaltung waren neben Gonschor auch Motorsport-Direktor Sven Blusch und Sportchef Marc Bongers dabei. Von Palma ging es für Toprak direkt weiter nach Jerez.
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