Jonathan Rea (Yamaha): «Das wäre zu ambitioniert»
Als Sechster war Jonathan Rea am Freitag in Estoril bester Yamaha-Pilot. Die Superbike-WM 2025 scheint für den sechsfachen Weltmeister versöhnlich zu Ende zu gehen.
Seit Jonathan Rea seinen Rücktritt nach Saisonende bekannt gab, wirkt der 38-Jährige von einer Last befreit. Seine Performance mit der Yamaha R1 wird besser und in Aragón war Rea der erfolgreichste Yamaha-Pilot – so wie auch am Freitag in Estoril.
Ist Rea selbst überrascht, dass es immer besser für ihn läuft? "Nicht sonderlich – ich bin ein Top-6-Fahrer", betonte der 119-fache Superbike-Sieger. "Seit Magny-Cours und danach Aragón geht es vorwärts. Man darf nicht vergessen, dass ich zu Saisonbeginn viel Zeit auf der Rennstrecke mit Verletzungen verloren habe. Bei Saisonmitte fing ich an, nach dem Sturz in Australien wieder Vertrauen aufzubauen. Jetzt nähere ich mich meinem Potenzial und auch dem der Yamaha R1."
Ein gutes Training ist keine Garantie für ein starkes Rennen und umgekehrt, das weiß auch Rea. Doch nach vielen Enttäuschungen ist es Balsam für die Seele. "Dieser sechste Platz tut gut, vor allem weil ich einen guten Rhythmus fahren konnte. Allerdings konnte ich mich am Ende mit dem weicheren Hinterreifen nicht verbessern, weil ich auch einen anderen Vorderreifen montieren ließ, mit dem ich mich nicht so gut fühlte", verriet der Familienvater. "Die beiden Jungs vorn haben einen ganz anderen Speed als der Rest. Um Platz 3 werden einige Fahrer kämpfen und ich hoffe, einer von ihnen zu sein. Sicher müssen wir noch etwas finden, um gegen Rennende stärker zu sein. Der Reifenverschleiß ist nicht das Problem, aber die Rundenzeiten lassen etwas zu stark nach."
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Was erhofft sich Rea für das restliche Wochenende? "Ein Top-5-Finish wäre schön, aber ist so gesehen vielleicht etwas zu ambitioniert", grübelte der Yamaha-Pilot. "In Sektor 2 und 3 fühle ich mich stark, der erste ist auch nicht so schlecht. Probleme habe ich im letzten Abschnitt, wenn es durch die lange Rechtskurve auf die Gerade geht."
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