Leon Camier wurde noch nie vom Glück verfolgt, in der Regel ist der Brite sogar ein ausgesprochener Pechvogel. In der Superbike-WM 2019 trifft es den Honda-Werkspiloten besonders hart.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Niemand im Paddock der Superbike-WM zieht die Fähigkeiten von Leon Camier in Zweifel, zeigen konnte der 32-Jährige das in zehn WM-Jahren aber selten. Bei Aprilia (2010/2011) stand er im Schatten von Max Biaggi, fuhr aber dennoch sieben Podestplätze ein, zwei weitere gelangen ihm mit Suzuki (2012/2013). Nachhaltigen Eindruck schinderte der Brite aber ausgerechnet in seiner Zeit bei MV Agusta (2015-2017), als er mit bewundernswertem Einsatz mit der nicht konkurrenzfähigen F4 mehrmals am Podium kratzte. Häufig verhinderten aber Verletzungen eine gute Platzierung im Gesamtklassement. In der Saison 2019 kommt für Camier alles zusammen: Eine Honda CBR1000RR SP2, die der Konkurrenz weit unterlegen ist, und Verletzungen. Zweimal wurde der Honda-Werkspilot unverschuldet in Unfälle verwickelt und verpasste wegen der Folgen mehrere Rennen. Seit Imola (er kollidierte mit dem Motorrad des gestürzten Sandro Cortese) hadert Camier an einem Bänderriss in der linken Schulter und wird am kommenden Wochenende in Misano erneut vom Japaner Yuki Takahashi ersetzt.
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"Ich habe im letzten Monat gute Fortschritte mit der Schulter gemacht, aber Bänder heilen nicht sonderlich schnell. Die Beweglichkeit ist besser geworden, aber es fehlt die Kraft - besonders in bestimmten Positionen. Ich arbeite täglich mit meinem Physiotherapeuten und meinem Trainer, um so schnell wie möglich fit zu werden. Lieber würde einfach wieder auf mein Bike steigen und versuchen, ob wir Fortschritte machen können." "Das ist ein frustrierendes Jahr", stöhnte Camier. "Zweimal wurde ich verletzt, weil ich in Stürze anderer Piloten verwickelt wurde. Zuerst erlitt ich in Thailand ein Tibiakopffraktur, in Imola dann der Bänderriss in der Schulter. Ich möchte Honda und dem Team für die Unterstützung danken und werde so bald wie möglich zurück sein." Für das Honda so wichtige 8h Suzuka wurde Camier wegen seiner Verletzung nicht nominiert; sein Comeback in der Superbike-WM wurde ebenfalls noch nicht in Aussicht gestellt. Camier wird aber alles in seiner Macht stehende tun, um bei seinem Heimrennen in Donington Park am 6./7. Juli wieder am Start zu stehen.
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