Portimao, FP1: Zwei Ducati vorne – Toprak fuhr nicht!
Die Top-8 platzierten sich im ersten freien Training der Superbike-WM in Portimao am Freitagvormittag innerhalb 0,26 sec; Ducati, Bimota und BMW fuhren auf Augenhöhe.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Schönstes Frühlingswetter mit gut 20 Grad Celsius, blauem Himmel und Sonnenschein begrüßt den SBK-Zirkus an diesem Wochenende zum Europa-Auftakt im Autodromo do Algarve im Hinterland von Portimao in Portugal. Das erste freie Training am Freitagvormittag, Portimao liegt eine Stunde hinter MEZ, begann mit zehn Minuten Verspätung um 10.45 Uhr Ortszeit, weil nach dem Supersport-Training Streckenarbeiten in Kurve 1 nötig waren.
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Yamaha muss weiterhin auf den rekonvaleszenten Jonathan Rea verzichten, der Rekordchampion wird vom neuen Testfahrer Jason O’Halloran vertreten. Weltmeister Toprak Razgatlioglu (ROKiT BMW) hatte bereits in seiner ersten fliegenden Runde ein technisches Problem in Kurve 1 und kehrte umgehend an die Box zurück, wenig später stürzte Tito Rabat (Yamaha Motoxracing) in Kurve 8. Die Motorräder von Andrea Iannone (Pata Go Eleven Ducati) und Kawasaki-Werksfahrer Garrett Gerloff zickten in der Anfangsphase ebenfalls.
Für die erste nennenswerte Bestzeit sorgte nach sechs Runden WM-Leader Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) mit 1:40,977 min. Zum Vergleich: Den Pole-Rekord hält seit 2022 Jonathan Rea (Kawasaki) mit 1:39,610 min, die schnellste Rennrunde drehte Toprak mit einer Yamaha im Jahr 2023 in 1:39,826 min. Bei den Tests Mitte März ist Razgatlioglu bereits 1:39,592 min gefahren.
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Während Iannone nur die ersten zehn Minuten der Session verlor, verpasste Razgatlioglu das gesamte Training. "Nach dem Test in Portimao haben wir den Motor gewechselt und jenen eingebaut, mit dem er das zweite Hauptrennen auf Phillip Island fuhr. Das auftretende Problem konnten wir auf die Schnelle nicht lösen", erklärte BMW-Teamchef Shaun Muir. Wir erinnern uns: Toprak ist im angesprochenen Rennen in Australien mit einem Elektronikproblem ausgerollt.
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Einige Fahrer ließen zum Ende des Trainings einen neuen Hinterreifen montieren, was die Zeitenliste etwas durcheinanderwürfelte. Die Ducati-Werksfahrer Bulega (1:40,977 min) und Alvaro Bautista blieben vorne, Dritter wurde Axel Bassani auf der neuen Bimota, Vierter Michael van der Mark auf BMW.
Rookie Yari Montella, im Vorjahr Dritter der Supersport-WM, zeigte eine beeindruckende Leistung und wurde Fünfter. Ihm folgen Iannone, Alex Lowes (Bimota) und Barni-Teamkollege Danilo Petrucci, sie alle blieben innerhalb 0,26 sec zum Führenden Bulega. Xavi Vierge brachte die beste Honda auf Platz 9, Andrea Locatelli die schnellste Yamaha auf Position 11. Scott Redding aus dem deutschen Team Bonovo MGM Ducati wurde Zwölfter, Gerloff auf der einzige Kawasaki lediglich 19. Der Schweizer Dominique Aegerter (GRT Yamaha) beendete das Training als 16.
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