Trotz Sturz im zweiten Lauf: Alex Lowes (Bimota) zuversichtlich für Europa
Bimota war beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2026 auf Phillip Island die zweite Kraft. Ein Sturz im zweiten Lauf verhagelte Alex Lowes jedoch die Bilanz.
Der Phillip Island Circuit ist so einzigartig, dass Rückschlüsse auf die Kräfteverhältnisse auf anderen Rennstrecken schwer zu ziehen sind. Zumindest erfüllte sich die Erwartung, dass Ducati-Star Nicolò Bulega die Messlatte in der Superbike-WM 2026 sein wird – der Italiener sicherte sich die Pole-Position sowie jeweils mit der schnellsten Rennrunde alle drei Siege.
Ebenso wurde damit gerechnet, dass Bimota im zweiten Jahr mit der KB998 stärker auftreten würde, und auch das hat sich bestätigt. Nur Alex Lowes und Axel Bassani konnten mit der Ducati-Armada mithalten. Höhepunkt war das Superpole-Race, als der Italiener als Zweiter und der Engländer als Dritter gemeinsam auf dem Podium standen.
Während Bassani im ersten Lauf Platz 4 eroberte und im zweiten Hauptrennen erneut als Zweiter brillierte, lief es für Lowes in den langen Rennen insgesamt jedoch etwas enttäuschender: Ein siebter Platz und ein Sturz.
«Wir haben das Motorrad für das dritte freie Training heute ein wenig verändert, und ich habe mich darauf sehr wohlgefühlt. Ich hatte etwas mehr Vertrauen in die Front, aber das hatten wir noch nicht über eine längere Distanz getestet», erklärte der 35-Jährige. «Ich hatte einen guten Start ins erste Rennen und war vielleicht drei Runden lang sehr zuversichtlich, aber dann fiel ich zurück. Aus dieser Sicht war es ein schwieriges Rennen, aber ich habe mein Bestes gegeben.»
Lowes weiter: «Ich bin sehr zufrieden mit unserer neuen Basisabstimmung, die wir uns in der zweiten Hälfte des letzten Winters erarbeitet hatten – aber hier hat sie nicht funktioniert. Zwischen Samstag und Sonntag haben wir wahrscheinlich die größte Änderung am Motorrad innerhalb eines Rennwochenendes vorgenommen. Mit dem Superpole-Race war ich ziemlich zufrieden, da ich mit einem Set-up gefahren bin, das ich vor dem Warm-up für vielleicht zehn Minuten ausprobiert hatte.»
Im verregneten zweiten Lauf war Lowes mit einer unpassenden Fahrwerksabstimmung ohnehin chancenlos. Sein Sturz passierte vor Runden vor dem Ende in Kurve 1. «Ich war mit einem Trocken-Set-up, aber mit Regenreifen gestartet. Mein Start war gut und ich führte fast in der ersten Runde. Dann merkte ich, dass ich das Motorrad nicht so in Schräglage bringen konnte wie die anderen, und fiel zurück. Das Ende war natürlich bitter, das ist Rennsport. Wir hatten zuvor keine Erfahrung im Nassen sammeln können. Mit einer Trockenabstimmung im Regen war es mehr als ohnehin ein Glücksspiel. Der Sturz war schade – ich lag an sechster Stelle, was okay gewesen wäre. Dennoch denke ich, dass ich ziemlich positiv nach Europa zurückkehren kann.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach